Halberstadt (dpa) l Zum dritten Mal im laufenden Tarifstreit sind Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Sachsen-Anhalt in einen Warnstreik getreten. An den Arbeitsniederlegungen im Landkreis Harz nahmen am Dienstag nach Angaben der Bildungsgewerkschaft GEW rund 350 bis 400 Beschäftigte teil. Der Großteil davon seien Lehrer gewesen, sagte ein Sprecher. Aufgerufen waren aber auch alle anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Landes wie etwa Verwaltungs und Hochschulangestellte. An einer Kundgebung in Halberstadt nahmen laut GEW-Sprecher rund 500 Menschen teil.

Die Gewerkschaften GEW und Verdi fordern für die rund 36.000 Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Länder lehnen das als überzogen ab. In der vergangenen Woche hatte es Warnstreiks im Süden und Osten Sachsen-Anhalts gegeben.

Am Mittwoch rechnet die GEW mit rund 1500 Teilnehmern bei einer Kundgebung vor dem Magdeburger Finanzministerium. Die Tarifverhandlungen sollen am Donnerstag in Potsdam weitergehen.