Berlin/Almsfeld l Für Aufsehen sorgt derzeit die Versteigerung des ehemaligen Ferienparks Almsfeld bei Thale im Harz. 50.000 Euro lautet das Startgebot für das Objekt in idyllischer und waldreicher Alleinlage.

Zu dem Komplex, welcher heute in Berlin versteigert wird, gehören eine Gaststätte mit einem Saal für rund 350 Gäste direkt an der Straße nach Hüttenrode. Der Saal, in dem früher die FDGB-Urlauber (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) verköstigt wurden, lässt sich durch zwei große Ziehharmonika-Türen unterteilen. Das Gebäudeensemble besteht aus einem Gaststättenkomplex, der unter anderem die ehemalige Gaststätte „Harzstube“ beherbergte sowie dem Hotel- und Ferienpark. Hierzu gehören ein Empfangsgebäude sowie vier Bettenhäuser mit rund 70 Zimmern. In diesem Bereich sind zudem noch eine im Gestrüpp fast verschwundene Bungalow-Siedlung zu finden und ein nur noch zu erahnender Campingplatz.

Die erste Bebauung des etwa 56.000 Quadratmeter großen Areals stammt bereits aus der Mitte der 1930er Jahre. Das Hotel war ursprünglich bis 1968 die Unterkunft der Erbauer der Rappbodetalsperre. Bis 1981 gehörte die Anlage zur Hotel- und Gaststättendirektion Wernigerode und wurde dann FDGB-Erholungsheim der DDR. Zuerst war hier die HO, tätig. Danach gehörte das Areal lange Jahre dem FDGB-Feriendienst. Während der Zeit bot die Anlage 280 Betten für Urlauber.

Mit DDR-Alltagskultur pur wollte das ehemalige FDGB-Ferienheim in Almsfeld Ende der neunziger Jahre wieder mehr Touristen anlocken. Mit einer Ostalgie-Party wurde das Hotel von Veranstalter Ralf Heckel eröffnet. Nach einigen Besitzerwechseln hat im Jahr 2015 die Ferienpark Almsfeld das Gelände übernommen.