Magdeburg (dpa) | In der Landesverwaltung von Sachsen-Anhalt sind einem Bericht zufolge aktuell mehr als 2400 Stellen unbesetzt. "Über die Hälfte davon betreffen die Bereiche Polizeivollzug, Lehrkräfte an Allgemeinbildenden Schulen und Pädagogische Mitarbeiter", sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Wolfgang Borchert, der "Bild" am Mittwoch. Genauso händeringend gesucht würden IT-Spezialisten und Bau-Experten.

Doch nicht nur Akademiker hätten Chancen: Unter anderem würden mehrere Köche für die Gefängnisse in Halle und in Volkstedt gesucht. Eingestellt werden sollten zudem Feldjäger für die Landespolizei und ein Grabungsleiter für das Landesamt für Denkmalschutz und Archäologie. Das Umweltministerium benötige einen Mitarbeiter mit dem Spezialgebiet "Schmetterlinge und Mäuse".

Das Innenministerium sprach mit Blick auf den Polizeivollzug von einer verkürzten Darstellung. Es sei unzutreffend, dass im Polizeivollzug in erheblichem Umfang Stellen nicht besetzt seien. Im August dieses Jahres etwa beendeten rund 200 Polizeianwärter ihre Ausbildung oder ihr Studium an der Fachhochschule der Polizei in Aschersleben. Jeder und jedem werde ein Übernahmeangebot gemacht. Das sei nur möglich, weil die Stellen zur Verfügung stünden. Die Landespolizei solle bis zum Jahr 2021 auf 6400 Vollzugsbeamte anwachsen. Dafür sei im Haushalt schon Vorsorge getroffen.