Magdeburg l Da staunten die Polizeibeamten des Autobahnpolizeireviers Börde nicht schlecht, als sie plötzlich zwei Hunde in ihrem Streifenwagen vorfanden. Die beiden Stafford-Terrier-Mischlinge hatten es sich in dem Auto bequem gemacht, während die Beamten auf der A2 zu tun hatten.  

Eigentlich waren die Beamten unterwegs, weil sich zwischen der A2-Anschlussstelle Bornstedt und dem Rasthof Börde-Süd Reifenteile auf der Fahrbahn befanden, teilte die Polizei mit. Die Beamten stoppten den Verkehr und verließen anschließend das Auto, um die Reifenteile von der Autobahn zu räumen.

Diesen Moment nutzten die beiden Hunde. Sie kamen plötzlich von der Böschung auf die Fahrbahn gelaufen. "Zielstrebig und wohlgesonnen steuerten sie die beiden Polizisten an, bevor sie die Gunst der Stunde nutzten, um es sich auf der Fahrerseite des Streifenwagens gemütlich zu machen", heißt es wörtlich im Polizeibericht.

Da diese Rasse zu den so genannten Kampfhunden gehört, schien ihre Anwesenheit im Streifenwagen zunächst etwas befremdlich. Was war los? Wollten sie sich stellen? Hatten sie etwas ausgefressen – oder aufgefressen? Nichts von alledem. Die beiden Hunde erwiesen sich als durchweg freundlich. Sie ließen sich kraulen und hörten aufs Wort, informierte eine Polizeisprecherin später auf Nachfrage.

Beide Hunde wurden dem Tierheim Wolmirstedt übergeben, wo sie wenig später von ihrer 42-jährigen Besitzerin aus dem Landkreis Börde abgeholt wurden.

"Tierischer Einsatz bei der Autobahnpolizei", schrieb dann auch die Polizei beim Kurznachrichtendienst Twitter.