Salzmünde (dpa) l Der lange umstrittene Weiterbau des letzten Teilstücks der Autobahn 143 westlich von Halle hat am Dienstag begonnen. "Sachsen-Anhalt ist ein erfolgreiches Bundesland, das Infrastruktur braucht, um auch Arbeitsplätze hier anzusiedeln und deshalb ist es auch die richtige Entscheidung, hier eine Autobahn zu bauen", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) am Rande des symbolischen Spatenstiches in Salzmünde (Saalekreis).

Unter anderem klagte vor mehr als zehn Jahren der Naturschutzbund Deutschland gegen das Projekt, weil er seltene Tiere und Pflanzen in dem Gebiet gefährdet sah. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig gab dem später Recht. Das Land besserte seine Pläne nach. So wurde etwa ein rund 300 Meter langer Tunnel mit modernster Lüftungstechnik nachjustiert, um den streng geschützten Lebensraum zu entlasten.

Das Vorhaben ist das letzte Teilstück des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit 13, das bereits in den 1990er Jahren beschlossen wurde. Mit dem Bau der noch offenen Strecke werde die Schleife um Halle und Leipzig zusammengefügt und somit der Stadtverkehr entlastet, so das Verkehrsministerium.

Nach den Plänen des Landes soll der Verkehr über die A 143 ab 2025 rollen. Für die anstehenden Bauarbeiten sind rund 350 Millionen Euro vorgesehen. Die letzte Klage gegen das Projekt wurde im Sommer abgewiesen.