Seehausen l Nach der Verbandsgemeinde hat auch die Stadt Seehausen eine A 14-Vereinbarung geschlossen und damit die Klage zurückgenommen. Die Vereinbarung ist formal mit dem Verkehrsministerium abgeschlossen. In nichtöffentlicher Sitzung stimmten am Dienstag zwölf der 13 anwesenden Stadträte für diese Vereinbarung, ein Ratsmitglied votierte dagegen.

Wie der Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann deutlich machte, hat die Wischestadt dank der jetzt aufgehobenen Klageentscheidung einen Lärmschutz für Geestgottberg-Märsche durchsetzen können. Weiterhin habe man sich darauf verständigt, dass das Radwegenetz im Gemeindegebiet verbessert wird. Das sei keine pure Willenserklärung, sondern solle konkret geprüft werden, betonte Neumann. Dies soll vor allem die L 2 und die K 1020, die von der Zollbrücke Seehausen zur Eisenbahnbrücke Losenrade führt, betreffen. Zudem habe man sich darauf verständigen können, dass der ländliche Wegebau verbessert und nach DIN-Norm ausgebaut wird.

Nicht zuletzt gebe es zur K 1020 auch eine Vereinbarung zwischen Kreis und Land, nach der Sachsen-Anhalt in drei Jahresscheiben Geld nach Stendal überweist, damit die Verbindung grundhaft ausgebaut werden kann. Eine "Kröte" habe die Wischestadt laut Bürgermeister Neumann aber auch schlucken müssen. Die Alandstraße werde keinen grundhaften Ausbau erhalten, lediglich die zur Straße gehörende Krugseebrücke soll erneuert werden. Mit Blick auf die jetzt vereinbarten Maßnahmen bedauerte Neumann, dass sie nur über den Weg der Klage erreicht werden konnten. „Das hätte man sicher auch anders hinbekommen“, zeigte er sich überzeugt.

Damit ist die letzte aktuell anhängige Klage gegen den Bau der A14 gen Norden auf dem Gebiet Sachsen-Anhalts abgewendet. Die Nordverlängerung umfasst 155 Kilometer zwischen den Anschlussstellen Dahlenwarsleben und Schwerin. Baustart war 2011.