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Hundertjähriger Kalender Frost, Schnee und Bauernregeln: Was bedeutet das winterliche Wetter für den Sommer?

Der Januar 2026 zeigt sich bisher eisig und schneereich. Neben zweistelligen Minusgraden sorgen Tiefdruckgebiete für winterliche Bedingungen in Sachsen‑Anhalt. Bauernregeln versprechen: Ein kalter Januar könnte einen warmen Sommer bedeuten.

Von DUR Aktualisiert: 08.01.2026, 12:04
Winter-Wetter oder Frühlings-Vorbote? Was sagen die Bauernregeln für den Januar voraus?
Winter-Wetter oder Frühlings-Vorbote? Was sagen die Bauernregeln für den Januar voraus? (Foto: dpa | Shireen Broszies)

Magdeburg. - Der Januar 2026 bringt bisher vor allem frostige Temperaturen und Schnee nach Sachsen-Anhalt. Grund für die winterlichen Bedingungen sind die kalte Meeresluft und ein Tiefausläufer, der ein Sturmtief mit sich bringt.

Aber was sagen die Bauernregeln über den Januar?

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Wetter im Januar: Frostig, kalt und schneereich oder mild und regnerisch?

Am Freitag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Sachsen-Anhalt viel Schnee, der auch gefrierenden Regen mit sich bringen kann. Es kann bis zu 15 Zentimeter Neuschnee geben.

Das Wochenende bleibt nicht vom Schnee verschont. Der Samstag bringt gelegentliche Schneeschauer nach Sachsen-Anhalt. Dafür sollen am Sonntag keine Schneeflocken fallen. In der Nacht fallen die Temperaturen auf bis zu –13 Grad. 

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Nach dem kalten Wochenende geht es in der dritten Januarwoche anfangs ähnlich weiter. Laut dem 16-Tage-Wetter von wetter.com wird anfangs noch Schnee erwartet. Danach erholen sich auch die Temperaturen und klettern auf bis zu sechs Grad rauf.

Bauernregeln für den Januar

  • Im Januar dickes Eis, im Mai ein üppig Reis.
  • Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.
  • Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer gerne heiß. Diese Bauerregel gibt einen "Tipp" für die zu erwartende Sommerwitterung. Ein sonnenreicher Januar mit einer Schneedecke lässt auf einen schönen Sommer hoffen. Die Statistik zeigt, dass in drei von fünf Fällen ein überdurchschnittlich warmer Juli und August folgt.
  • Knarrt im Januar Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee.
  • Kommt der Frost im Januar nicht, zeigt im März er sein Gesicht.
  • Januar ganz ohne Schnee tut Bäumen, Bergen und Tälern weh.
  • Auf trockenen, kalten Januar folgt viel Schnee im Februar. Nach einer kalten Witterungsperiode sind oftmals Seen und Flüsse zugefroren, Nord- und Ostsee haben ebenfalls unterdurchschnittliche Temperaturen. Auch im Erdboden steckt Frost oder es liegt Schnee. Das nachfolgende Wetter fällt dadurch in vielen Jahren ebenfalls kälter als im Durchschnitt aus, denn die Luft erreicht uns über einen ausgekühlten Untergrund. Ist sogar die Ostsee zum Teil zugefroren, sind alle Luftströmungen, die uns von dort erreichen, erheblich kälter als in anderen Jahren.
  • Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte soll gut sacken. Während man unter "freundlichem" Wetter im allgemeinen "schönes" oder auch sonnenscheinreiches Wetter versteht, so ist mit freundlichem Wetter in der Landwirtschaft vor allem eine ertragreiche Witterung gemeint – und dazu gehört auch Regen! Auch im landwirtschaftlichen Sinne freundliches Wetter ist allerdings angenehm warmes und trockenes Wetter zur Erntezeit. Damit lässt sich diese Bauernregel in die Reihe der Regeln einordnen, die nach einem kalten Januar einen überdurchschnittlich warmen und trockenen Sommer versprechen. Das gilt mit 60 bis 70 Prozent vor allem für den Juli und August.
  • Diese Erklärung gilt auch für Eis und Schnee im Januar, künden ein gesegnet' Jahr sowie Januar je kälter und heller, Scheune und Fass um so völler.
  • Wenn der Frost nicht im Jenner kommen will, so kommt er im März oder April. Diese Bauerregel lässt sich statistisch nicht nachweisen. Es ist sogar das Gegenteil der Fall. Wenn im Januar nur wenige Tage mit Frost auftreten, ist dies in zwei von drei Jahren auch im März der Fall. Auch im April ist nicht mehr Frost als üblich zu erwarten. 

Das Wetter im Januar kann laut den Bauernregeln Einfluss auf die folgenden Monate bis in Frühling und Sommer haben. Ein schneereicher und kalter Januar könnte demnach ein Anzeichen dafür sein, dass das Wetter dann sommerlich warm wird.

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Bleibt der Januar jedoch niederschlagsarm, so hat dies negative Auswirkungen auf die Natur.

Der Hundertjährige Kalender ist eine Zusammenstellung von Wettervorhersagen. Er wurde im 17. Jahrhundert von einem fränkischen Mönch aufgrund damaliger astrologischer Vorstellungen erstellt.