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Wetter Mit Video: Schneeverwehungen und Glätte durch Sturmtief "Elli": So ist die Lage in Sachsen-Anhalt

Sturmtief „Elli“ zieht über Deutschland und auch Sachsen-Anhalt ist von dem Extremwetter betroffen. Für das ganze Bundesland gelten Wetter-Warnungen. 

Von Tim Müller, Jonas Lohrmann, Stephan Lose und dpa Aktualisiert: 09.01.2026, 20:57
Mit einem Schneesturm erreichte Tief „Elli“ am Freitagmorgen Halle. Zahlreiche Fahrzeuge sind im Einsatz, um die Straßen zu räumen.
Mit einem Schneesturm erreichte Tief „Elli“ am Freitagmorgen Halle. Zahlreiche Fahrzeuge sind im Einsatz, um die Straßen zu räumen. Foto: Max Hunger

Magdeburg/Halle (Saale)/DUR. - Sturmtief „Elli“ zieht über Deutschland und sorgt auch in Sachsen-Anhalt für Schnee, Glätte und starke Winde. Für das gesamte Bundesland gelten Wetterwarnungen. Verkehr und Veranstaltungen sind regional betroffen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Wetterwarnungen in Sachsen-Anhalt
  • Schnee, Glätte und teils starke Schneeverwehungen
  • Einschränkungen im Nah-, Zug- und Fährverkehr
  • vielerorts werden Veranstaltungen abgesagt

Welche Folgen hat der Wintersturm "Elli" für Sachsen-Anhalt?

Im Lauf des Tages gab es mehrere Einsätze der Polizei, vor allem auf den Autobahnen im südlichen Sachsen-Anhalt, wie der Zentrale Verkehrs- und Autobahndienst mitteilte. Die Beamten wurden demnach nicht nur zu Verkehrsunfällen gerufen, sondern sicherten auch Gefahrenstellen ab - etwa bei liegengebliebenen Autos.

Trotz des Winterwetters, ist es nach Informationen des Lagezentrum des Innenministeriums zu keinen großen Unfällen gekommen. Regional kam es bis zum Mittag vor allem in Halle und Magdeburg zu Straßensperrungen. Im Laufe des Tages gab es diese auch vermehrt im Raum Dessau.

Auf der A9 bei Weißenfells ist es demnach zwischen dem Autobahndreieck Rippachtal und der Anschlussstelle Weißenfells zu erheblichen Behinderungen gekommen. Aufgrund der Schneemassen mussten hier mehrere Fahrzeuge abbremsen und teilweise anhalten. Einige Lkw waren nicht mehr in der Lage weiterzufahren. Auf der A39, nahe der Anschlussstelle Eisleben kippte zudem ein Sattelzug um.

Warnung des Wetterdienstes: Weitere Schneefälle bis Samstagmittag und Glättegefahr in Sachsen-Anhalt

Der Deutsche Wetterdienst teilt mit, dass bis Freitagmittag in einigen Regionen des Landes zu teils starken Schneefällen gekommen ist. So vermeldet der DWD rund fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee, im Oberharz sogar bis zu 20 Zentimeter. Weitere Schneefälle werden noch bis Samstagmittag erwartet.

Es herrscht weiterhin Glättegefahr und böiger Wind, außerdem kommt es zu Schneeverwehungen. Für alle Landkreise in Sachsen-Anhalt hat der Deutsche Wetterdienst von 18 Uhr bis morgen 12 Uhr eine amtliche Warnung vor Schneefall ausgesprochen.

Verkehr und Nahverkehr (Stand 20.54 Uhr)

Sachsen-Anhalt: Der Schneefall sorgt teils für erhebliche Störungen im Bahnverkehr. Nach Angaben der Fahrplanauskunft Insa fallen vielerorts ganze Zuglinien ersatzlos aus, darunter am Vormittag der RE 13 zwischen Magdeburg und Dessau-Roßlau, der RE 30 zwischen Magdeburg und Halle sowie die S-Bahn-Linie 6 zwischen Naumburg und Leipzig. Aktuelle Informationen zu Zugausfällen und Ersatzverkehren gibt es über den Insa-Störungsmelder und die Regional-Webseite der Deutschen Bahn.

Ebenfalls kommt es bei Abellio zu Ausfällen und Verspätungen, vor allem auf den Linien RB 59 Erfurt–Sangerhausen, RE 16 Halle–Erfurt und RB 25. Ursache sind unter anderem Schneewehen und vereiste Weichen. Größere Streckensperrungen gibt es aber bislang nicht.

Magdeburg: Schneesturm und glatte Straßen, Ausfälle und Einschränkungen im Zugverkehr. Die Magdeburger Verkehrsbetriebe (MVB) halten trotz Schneesturms den Bus- und Straßenbahnverkehr aufrecht, es kommt jedoch zu Verspätungen und Ausfällen durch blockierte Gleise und Unfälle. Das Unternehmen kündigt an, dass es sein Straßenbahnnetz auch in der Nacht zu Samstag aufrechterhalten will. Dafür sollen zusätzliche Straßenbahnen eingesetzt werden.

Der Winterdienst ist in Magdeburg im Dauereinsatz, zudem wird der Nachtverkehr auf mehreren Linien verstärkt, um das Netz für Samstag betriebsbereit zu halten. Zum Feierabendverkehr sind in Magdeburg mehrere Hauptstraßen weiterhin kaum geräumt und glatt, unter anderem auf der Halberstädter Straße.

Eine Tatra-Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe ist im Winterdiensteinsatz.
Eine Tatra-Straßenbahn der Magdeburger Verkehrsbetriebe ist im Winterdiensteinsatz.
Foto: Peter Gercke

Lesen Sie auch: Alle Entwicklungen zum Sturmtief "Elli" in Magdeburg im Liveticker

Halle: Die Hauptstraßen sind geräumt, der Verkehr rollt. Die Polizei sagt, dass es am Morgen keine nennenswerten Vorfälle wegen der Witterung gegeben habe. Die Hallesche Verkehrs-AG (Havag) hat den regulären Fahrplan außer Kraft gesetzt; alle Linien werden derzeit operativ gesteuert, die Pünktlichkeit ist nicht gewährleistet. Fahrgäste sollen sich vor Fahrtantritt informieren.

Auch interessant: Liveticker: So winterlich ist der Freitag in Halle wirklich

Dessau-Roßlau: Der Straßenbahnverkehr wurde gegen 10.45 Uhr eingestellt. Auto- und Lkw-Fahrer haben außerdem große Probleme, weil der Winterdienst kaum hinterherkomme. An der Bahnhofsbrücke blockiert aktuell ein liegengebliebener Lkw die Auffahrt, weil er die Steigung nicht mehr bewältigt.

Gegen 14 Uhr ist der Betrieb der Straßenbahnlinie 1 in Dessau wieder aufgenommen worden, allerdings unregelmäßig. Die Linie 3 bleibt wegen der Witterung eingestellt. Im Busverkehr kommt es zu erheblichen Verspätungen und Ausfällen. Am Samstag soll die Linie 1 wieder entsprechend des Fahrplanes unterwegs sein. Die Linie 3 wird morgen weiterhin nicht fahren. Der Busverkehr soll weiterlaufen, hier ist allerdings mit Verspätungen zu rechnen.

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Altmarkkreis: Der Busverkehr ist zurzeit komplett eingestellt. Sollten Schnee, Eisglätte und Sturm anhalten, behält sich das Busunternehmen vor, den gesamten Busverkehr auch am Samstag einzustellen.

Burgenlandkreis: öffentlicher Nahverkehr vollständig eingestellt. Das betrifft sowohl den Linien- als auch den Schülerverkehr. Die winterlichen Straßenverhältnisse führten am Morgen bereits zu zahlreichen Verkehrsunfällen.

Börde: Der Linienverkehr für den ganzen Tag ist eingestellt. Der Schneesturm hat teils zu Hamsterkäufen geführt: Vor allem Lebensmittel und Tiefkühlware waren zeitweise knapp, die meisten Regale wurden inzwischen jedoch wieder aufgefüllt. Es kam laut Polizei zu zahlreichen Unfällen und Gefahrenstellen, darunter querstehende Fahrzeuge und Autos im Straßengraben. Soweit es die Witterungsbedingungen zulassen, soll der reguläre Busverkehr am Samstagmorgen wieder aufgenommen werden.

Harz: Der Zugverkehr der Harzer Schmalspurbahnen ist weitgehend eingestellt, lediglich auf der Strecke Nordhausen–Ilfeld fahren noch Züge. Der Winterdienst auf der Brockenstraße wurde gestoppt, die Harzer Verkehrsbetriebe haben ihren Busverkehr bis mindestens Mittag ausgesetzt. Ab Samstag soll die Schmalspurbahn ihren Betrieb wieder aufnehmen.

Die Harzer Schmalspurbahnen fahren derzeit nur noch eingeschränkt.
Die Harzer Schmalspurbahnen fahren derzeit nur noch eingeschränkt.
Foto: dpa

Zudem wurde die L 98 zwischen Tanne und Benneckenstein bereits am Morgen wegen starker Schneeverwehungen gesperrt. Bis zum Mittag registrierte die Polizei im Landkreis Harz 14 witterungsbedingte Unfälle. Dabei wurde eine Person leicht verletzt, ansonsten blieb es bei Sachschäden.

Jerichower Land: Der Busverkehr ist komplett eingestellt. Der Winterdienst ist im Einsatz. Das dichte Schneetreiben auf der A2 hat zu zwei Unfällen zwischen Theeßen und Burg-Ost geführt. Der Verkehr staut sich dort inzwischen auf rund sechs Kilometer. In der Gemeinde Jerichow sind einige Strecken noch von Schneeverwehungen betroffen, die die Straßen immer wieder zuwehen. Auf der Strecke zwischen Leitzkau, Prödel und Lübs gibt es Probleme. Dort haben sich mehrere Fahrzeuge in Schneewehen festgefahren.

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Mansfeld-Südharz: Der Busverkehr wurde am Morgen weitgehend eingestellt. Auf der A38 ist am Vormittag zwischen der Raststätte Rohnetal Süd und Eisleben ein Lkw umgekippt, die Fahrbahn in Richtung Halle ist gesperrt. Der dadurch entstandene Stau ist rund 13 Kilometer lang. Die Autobahn ist voll gesperrt. Die Sperrung soll noch bis in die Abendstunden andauern.

Nach einem Unfall ist die A38 zwischen der Raststätte Rohnetal Süd und Eisleben in Richtung Halle gesperrt.
Nach einem Unfall ist die A38 zwischen der Raststätte Rohnetal Süd und Eisleben in Richtung Halle gesperrt.
Foto: Jürgen Lukaschek

Die Polizei rechnet damit, dass die Sperrung bis in den Abend andauert. Umgeleitet wird über Nienstedt, Sotterhausen, Beyernaumburg, Liedersdorf, Holdenstedt, Bornstedt, Osterhausen, Kleinosterhausen und die B180.

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Saalekreis: Auf der A143 und A38 blieben Fahrzeuge liegen, Streufahrzeuge im Saalekreis im Einsatz. Die Hallesche Verkehrs-AG (Havag) hat den regulären Fahrplan außer Kraft gesetzt. Die Pünktlichkeit ist demnach nicht gewährleistet. Fahrgäste sollen sich vor Fahrtantritt informieren.

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Salzlandkreis: Gegen 8 Uhr ist der komplette Busverkehr der Kreisverkehrsgesellschaft (KVG) Salzland für den gesamten Freitag eingestellt worden. Größere Störungen im Verkehr oder Unfälle gab es laut Polizei bis zum Vormittag nicht. Glatte Straßen und Sturmböen sorgen ab Mittag rund um Aschersleben für gefährliche Verhältnisse. Auf der B 180 zwischen Quenstedt und Aschersleben kam es dabei zu einem Unfall, bei dem ein Fahrer verletzt wurde.

Ein Transporter ist auf der B180 bei Aschersleben von der Fahrbahn abgekommen und in Schräglage an einem Baum zum Stehen gekommen.
Ein Transporter ist auf der B180 bei Aschersleben von der Fahrbahn abgekommen und in Schräglage an einem Baum zum Stehen gekommen.
Foto: Frank Gehrmann

Landkreis Wittenberg: Die Polizei meldet bislang keine Glätteunfälle oder Verkehrsbehinderungen. Die Lage ist dort aktuell ruhig. Gegen Mittag wurden witterungsbedingte Einschränkungen bei der Müllentsorgung gemeldet. Nicht geleerte Tonnen sollen laut Kreisverwaltung über das Wochenende stehen bleiben.

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Gegen 15 Uhr wurde der Buslinienverkehr eingestellt. Rufbusse sollen nach Angaben des Landkreises weiterhin fahren, sofern dies sicher möglich ist.

Schifffahrt und Fähren

Bereits seit Mittwoch sind aufgrund der anhaltenden Minusgrade Eisbrecher auf dem Mittellandkanal sowie auf dem Elbe-Havel-Kanal im Raum Magdeburg im Einsatz. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe hatte sich dort bereits eine drei Zentimeter dicke Eisschicht gebildet.

Die Fähre hat ihren Betrieb in Rogätz eingestellt.
Die Fähre hat ihren Betrieb in Rogätz eingestellt.
Foto: Gudrun Billowie

Die Elbfähren in Aken, Barby, Breitenhagen, Elster, Ferchland-Grieben, Pretzsch, Rogätz und Werben sind bis auf Weiteres außer Betrieb.

Flughafen Halle/Leipzig

Trotz des Wintereinbruchs läuft der Betrieb am Flughafen Leipzig/Halle aktuell nahezu störungsfrei. Pressesprecher Uwe Schuhart bestätigte, dass keine wetterbedingten Flugausfälle zu verzeichnen wären. Ein einziger gestrichener Flug nach Frankfurt sei nicht auf Schnee zurückzuführen, sondern darauf, dass die Maschine am Vortag nicht eingetroffen war.

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Der Winterdienst wäre rund um die Uhr im Einsatz und sorge dafür, dass Pisten und Vorfelder jederzeit einsatzbereit bleiben. "Auch die Flugzeugenteisung steht bei Bedarf bereit, wobei jede Besatzung individuell entscheidet, ob eine Enteisung erforderlich ist", sagte Schuhart.

Eine Schneefräse räumt die Landebahn vor dem DHL-Hub am Flughafen Leipzig/Halle.
Eine Schneefräse räumt die Landebahn vor dem DHL-Hub am Flughafen Leipzig/Halle.
Foto: Jan Woitas/dpa

Dazu würde es kommen, sollte sich an den Maschinen Schnee ablagern oder eine Vereisung entdeckt werden. Bis jetzt ist das nicht der Fall. "Der Winterdienst des Flughafens steht kontinuierlich im Austausch mit Wetterinformationsdiensten, um zu wissen, was auf einen zukommen kann", sagte der Pressesprecher.

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Fluggäste werden dennoch gebeten, den Status ihres Fluges und die Anreisebedingungen regelmäßig zu prüfen, da sich Wetterlage und Straßenverhältnisse kurzfristig ändern können.

Veranstaltungen

Die starken Schneefälle führen in Sachsen-Anhalt zunehmend zu Absagen von Veranstaltungen. So wurden unter anderem kulturelle Angebote und Freizeitveranstaltungen in Städten wie Bernburg und Dessau gestrichen oder geschlossen, darunter Museen, Sportevents und Volksfeste, weil Anreise und Durchführung wetterbedingt nicht sicher möglich sind.

Aktuelle DWD-Warnungen in Sachsen-Anhalt im Überblick (Stand 15.30 Uhr)

Fast im gesamten Bundesland gelten Warnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor Schneefall, Schneeverwehungen und Frost.

  • Im Altmarkkreis Salzwedel gilt eine Unwetterwarnung vor Windböen bis Samstag, 4 Uhr, und vor Frost bis Freitag, 18 Uhr. Die Warnungen vor Schneeverwehung und Schneefall wurden inzwischen aufgehoben.
  • Im Kreis Anhalt-Bitterfeld gelten Warnungen vor Schneefall bis Samstag, 18 Uhr, vor Schneeverwehungen bis Samstag, 12 Uhr, sowie vor Frost bis Freitag, 18 Uhr.
  • Im Landkreis Börde gelten Warnungen vor Windböen bis Samstag, 4 Uhr, sowie vor Frost bis Freitag, 18 Uhr. Die Warnungen vor Schneeverwehung und Schneefall wurden aufgehoben.
  • Im Burgenlandkreis gilt eine Warnung vor Glätte bis Freitag, 19 Uhr, und vor Frost bis Samstag, 11 Uhr.
  • In Dessau-Roßlau gilt eine Warnung vor Schneefall bis Samstag, 18 Uhr, vor Schneeverwehungen bis Samstag, 12 Uhr sowie eine Frostwarnung bis Freitag, 18 Uhr.
  • In der Stadt Halle wird vor Schneefall bis Freitag, 12 Uhr, vor Frost bis 18 Uhr und vor markanter Glätte bis 18 Uhr gewarnt.
  • Im Landkreis Harz wird eine Warnung vor Schneefall bis Samstag, 18 Uhr, vor Schneeverwehungen bis Samstag, 12 Uhr, vor schweren Sturmböen in Lagen über 1.000 Metern bis Samstag, 2 Uhr, sowie vor Frost bis Freitag, 18 Uhr, ausgesprochen.
  • Im Kreis Jerichower Land warnt der DWD vor Windböen bis Samstag, 4 Uhr. Eine Frostwarnung gilt außerdem noch bis Freitag, 18 Uhr. Die Warnungen vor Schneeverwehung und Schneefall wurden inzwischen aufgehoben.
  • In der Stadt Magdeburg wird vor Schneefall bis Samstag, 18 Uhr, sowie vor Schneeverwehungen bis Samstag, 12 Uhr gewarnt. Zusätzlich gilt eine Frostwarnung bis Freitag, 18 Uhr.
  • Im Kreis Mansfeld-Südharz bestehen Warnungen vor Schneefall bis Samstag, 18 Uhr, vor Schneeverwehungen bis Samstag, 12 Uhr, vor Glätte bis Freitag, 19 Uhr, sowie vor Frost bis Freitag, 18 Uhr.
  • Im Saalekreis gilt eine Warnung vor Schneefall bis Samstag, 12 Uhr, sowie vor Glätte bis Freitag, 19 Uhr, und vor Frost bis Freitag, 18 Uhr.
  • Im Salzlandkreis warnt der DWD bis Samstag, 18 Uhr, vor Schneefall sowie Frost und bis Samstag, 12 Uhr, vor Schneeverwehungen. Zusätzlich gilt bis Freitag 18 Uhr eine Warnung vor markanter Glätte.
  • Im Landkreis Stendal hat der Deutsche Wetterdienst seine Unwetterwarnung für Schneeverwehungen aufgehoben. Es ist jedoch weiter mit Schneefall zu rechnen. Weiterhin warnt der DWD vor Windböen bis Samstag, 4 Uhr. Eine Frostwarnung gilt zudem noch bis Freitag, 18 Uhr.
  • Im Landkreis Wittenberg wird vor Schneefall bis Samstag, 18 Uhr, vor Schneeverwehungen bis Samstag, 12 Uhr, vor Windböen bis Samstag, 4 Uhr, und vor Frost bis Freitag, 18 Uhr, gewarnt.

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Extreme Wetterlage: Teilweise Distanzunterricht in Sachsen-Anhalt

Wegen der extremen Wetterlage stellten am Freitag mehrere Landkreise auf Distanzunterricht um, eine landesweite Absage des Präsenzunterrichts gab es jedoch nicht.

Ob Schulen geschlossen wurden, entschied jeweils die Schülerbeförderung vor Ort. Dort, wo Busse nicht fuhren, war kein Präsenzunterricht möglich.

Worum handelt es sich bei Winter-Tief „Elli“?

„Es handelt sich dabei um ein kleines, aber kräftiges Tiefdruckgebiet, das derzeit von West nach Ost über Deutschland hinwegzieht“, erklärte Thomas Endrulat vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag.

Es handelt sich dabei um ein kleines, aber kräftiges Tiefdruckgebiet.

Thomas Endrulat, DWD

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Laut dem Wetterexperten dreht sich das Tief „wie ein schnelles Wagenrad“ und schleudert dabei niederschlagsreiche Luft aus dem Süden gegen kalte Luft aus dem Norden. „Dadurch entsteht ein quer durch Deutschland verlaufender Streifen, der im Norden für Schnee und im Süden für Regen sorgt“, so Endrulat.

Was macht Wintersturm „Elli“ so gefährlich?

Sturmtief „Elli“ bringt gleich mehrere Besonderheiten mit sich. Besonders gefährlich: Zunächst wird es an der Front des Tiefs wärmer. In manchen Regionen wird es dadurch regnen. Und wenn der Regen auf gefrorenen Boden trifft, droht Glatteis.

Sturmtief "Elli" kann durch Regen auf gefrorenem Boden gefährliches Glatteis verursachen.
Sturmtief "Elli" kann durch Regen auf gefrorenem Boden gefährliches Glatteis verursachen.
Foto: dpa

Betroffen sind hier vor allem Süddeutschland bis nach Thüringen hinein. Sachsen-Anhalt könnte hier Glück haben. Entgegen den ersten Prognosen könnte auch der Landessüden vom Blitzeis verschont werden.

In der zweiten Phase bringt Tief „Elli“ dann wieder Kälte, teils viel Schnee in kurzer Zeit und viel Wind mit sich. In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die zehn bis 15 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.

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Den meisten Schnee erwartet der Deutsche Wetterdienst für die sogenannten Staulagen der Mittelgebirge. Der Wind kann dann für Schneeverwehungen sorgen.

In Sachsen-Anhalt ist hier vorwiegend der Landesnorden betroffen. Vor allem die dadurch entstehenden Schneeverwehungen seien gefährlich. „Der Wind trägt den Schnee von einer Stelle zur anderen und häuft ihn dort an“, erklärt der Experte. Die Folge seien blockierte Straßen in Verbindung mit Glatteis.

DWD-Experte: "Wir empfehlen jedem, zu Hause zu bleiben"

Daher rät der Wetterexperte zu besonderer Vorsicht: „Ich kann Meldungen anderer Medien, die von ,Lebensgefahr‘ sprechen, nicht bestätigen. Dennoch empfehlen wir jedem, der zu Hause bleiben kann, auch zu Hause zu bleiben“, so Endrulat.