Teutschenthal (dpa) l Bei dem Unglück im November des vergangenen Jahres habe es sich um einen Arbeitsunfall gehandelt, sagte eine Polizeisprecherin in Halle. Dazu liege ein Gutachten des Landesamtes für Geologie und Bergwesen vor. Strafrechtliche Ermittlungen gegen konkrete Beschuldigte gebe es demnach nicht. Zunächst wurde wegen fahrlässiger oder vorsätzlicher Körperverletzung ermittelt.

In die Hohlräume des in den 1980er Jahren stillgelegten Kali- und Steinsalzbergwerks werden zur Stabilisierung behandelte Abfälle gefüllt. Bei der Verpuffung am Morgen des 8. November in rund 700 Metern Tiefe waren ein 44-Jähriger schwer und ein 24 Jahre alter Mann leicht verletzt worden. Die Arbeiter wurden unmittelbar nach dem Vorfall von der Grubenwehr geborgen. Zudem mussten mehr als 30 Männer mehrere Stunden unter Tage ausharren, bevor sie die Grube unbeschadet verlassen konnten.