Landtag

Borgwardt: Vor Ministerpräsidentenwahl keine Diskussion

Von dpa 16.09.2021, 13:03 • Aktualisiert: 17.09.2021, 19:57
Reiner Haseloff (CDU, 2.v.r), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, kommt in die Staatskanzlei.
Reiner Haseloff (CDU, 2.v.r), Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, kommt in die Staatskanzlei. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa

Magdeburg - Der Chef der CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, Siegfried Borgwardt, hat sich enttäuscht darüber gezeigt, dass Reiner Haseloff (CDU) erst im zweiten Wahlgang als Ministerpräsident des Landes wiedergewählt wurde. Zuvor sei er sehr optimistisch gewesen, weil es innerhalb der Fraktion keine Diskussionen gegeben habe, sagte Borgwardt der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag im Landtag. In einer Probeabstimmung am Dienstag hatte die CDU-Fraktion einstimmig für Haseloff gestimmt.

Haseloff war am Donnerstag im zweiten Wahlgang zum Regierungschef wiedergewählt worden. 53 Abgeordnete stimmten für den 67-Jährigen, 43 gegen ihn bei einer Enthaltung. Im ersten Wahlgang hatte der CDU-Politiker nur 48 Stimmen bekommen und damit die nötige Mehrheit von 49 Stimmen knapp verfehlt. Die neue schwarz-rot-gelbe Koalition in Sachsen-Anhalt kommt im Landtag auf 56 Sitze.

Wo die Stimmen gefehlt hätten, darüber wolle er nicht spekulieren, sagte Borgwardt. „Das ist ein demokratisches Verfahren, eine geheime Wahl. Insofern glaube ich, dass es müßig wäre, sich an einer Ursachenforschung zu beteiligen“, so der CDU-Politiker weiter.