SPD-Chefin legt in ihrer Kritik an der eigenen Landesregierung nach

Budde fordert neue Bildungskonzepte

Von Michael Bock

Magdeburg l Sachsen-Anhalts SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Katrin Budde hat ihre Kritik am Kurs der CDU/SPD-Landesregierung bekräftigt. "Wir wollen inhaltliche Perspektiven, sagte die 48-jährige Magdeburgerin gestern in einem Volksstimme-Interview. "Es passiert viel zu wenig, um die wirtschaftliche Entwicklung im Land zu befördern", kritisierte sie. Zugleich forderte sie neue Bildungskonzepte, vor allem für die Schullandschaft im ländlichen Raum.

Budde hatte vorigen Freitag die Regierungserklärung von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) scharf kritisiert. Er verbreite "Schreckensszenarien", sagte sie. Die Landesentwicklung sei mehr als Sparen.

Budde räumte gestern Spannungen mit SPD-Finanzminister Jens Bullerjahn ein: "Wir haben im Moment keine einfache Lage." Mit Blick auf den obersten Kassenwart sagte sie: "Ich wünsche mir ein besseres Miteinander. Und die SPD erwartet, dass er Beschlüsse von Partei und Fraktion, zum Beispiel zu den Hochschulen, unterstützt."