Mühlhausen (dpa) l  Im Fall eines in Litauen ums Leben gekommenen Bundeswehrsoldaten nimmt die Staatsanwaltschaft Mühlhausen zunächst keine Ermittlungen auf. "Wir beobachten die weiteren Schritte. Aber wir sehen derzeit keine Anhaltspunkte für ein Drittverschulden", sagte ein Sprecher der Behörde am Montag. Der 34-jährige Soldat war bei einer Übung in Litauen tödlich verunglückt. Er stammt aus dem Landkreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt und war im thüringischen Bad Frankenhausen (Kyffhäuserkreis) stationiert.

Nach Angaben der Bundeswehr fuhr der Mann auf dem Übungsplatz mit einem Bergepanzer gegen einem Baum. Durch herabstürzende Äste sei er schwer am Kopf verletzt worden. Trotz Erster Hilfe habe ein deutscher Truppenarzt wenig später nur noch den Tod des Soldaten feststellen können. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft wird der Panzer derzeit noch untersucht. Laut Bundeswehr seien litauische Behörden an den Untersuchungen zu dem Vorfall beteiligt.