Magdeburg (dpa) l Wegen möglicherweise unzuverlässigen Testergebnissen werden Hunderte Corona-Tests in Sachsen-Anhalt vorerst nicht genutzt. Betroffen seien 1675 Testsets, die vom Bund bereitgestellt wurden, bestätigte das Sozialministerium der Deutschen Presse-Agentur. "Die Abstrich-Röhrchen sind laut Herstellerangaben für Virus-Tests geeignet, entsprechen aber nicht den Empfehlungen des RKI." Das Ministeriums hat den Gesundheitsämtern nun empfohlen, diese Materialien zunächst nicht zu verwenden.

Die Tests stehen im Verdacht, vor allem für Bakterien aber nicht für Viren geeignet zu sein. Das Landesamt für Verbraucherschutz untersuche nun, ob die Tests keine aussagekräftigen Ergebnisse lieferten, sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Donnerstag. Grundsätzlich ist es aber möglich, mit den Tests eine Corona-Infektion nachzuweisen.

Wie viele dieser Tests bereits eingesetzt wurden, ist unklar. Es sei jedoch wahrscheinlich, dass Experten den Tests bereits ansehen könnten, dass diese vor allem für Bakterien gedacht seien, heißt es aus dem Sozialministerium. Wenn sich herausstelle, dass die Tests tatsächlich keine zuverlässigen Ergebnisse liefern, werden sie den Worten von Grimm-Benne zufolge an den Bund zurückgeschickt.