Niemand unterstellt den Jugendorganisationen von DGB oder Grünen Staatsfeindlichkeit. Aber es muss unheimlich naiv sein, wer sich öffentlich bei „#unheimlichsicher“ einreiht. Zusammen mit „RAF Berlin“, einer Gruppe, die sich ganz bewusst in die Tradition des Terrors stellt, und vielen anderen verfassungsfeindlichen Organisationen. Oft sind es bekennende Straftäter, die sich gegen mögliche Polizeigesetze wenden, die ihre Verfolgung und Überwachung erleichtern könnten.

Es ist ehrenwert, für Bürgerrechte zu demonstrieren. Aber wie kann man dies mit Organisationen tun, die für Staatsformen kämpfen, die ohne die Abschaffung von Bürgerrechten gar nicht denkbar sind? Während rechte politische Gruppierungen kritisiert werden, sobald sich Extremisten ungefragt einreihen, laden Biedermänner aus dem Studierendenrat der Uni „systemfeindliche“ Brandstifter sogar zur Demo ein. Auch die verfassungstreue Linke sollte Grenzen genauer definieren.