Zerbst l Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland stehen im Mittelpunkt des Katharina-Forums am 31. Mai und 1. Juni in Zerbst (Anhalt-Bitterfeld). Etwa 170 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft treffen sich, um Kontakte zu knüpfen und Möglichkeiten der Kooperation auszuloten. Schirmherr der Veranstaltung, an der auch der russische Botschafter in Deutschland teilnimmt, ist Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Er sagte am Montag der Volksstimme: „Sachsen-Anhalt und Russland verbindet viel, im Bereich Geschichte und Kultur, aber auch in Wirtschaft und Wissenschaft. „Das Forum soll dazu dienen, diese Beziehungen zu pflegen und Impulse zum gegenseitigen Vorteil zu setzen.“

Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD), der ebenfalls teilnimmt, erklärte: „Mir ist es wichtig, das Gesprächsband zu Russland auch in Krisenzeiten nicht abreißen zu lassen und den Dialog – auch bei unterschiedlichen Positionen - fortzusetzen.“ Auch deshalb sei das Forum, das von der Stadt Zerbst in Kooperation mit dem Wirtschaftsministerium initiiert wurde, wichtig.

Unternehmen aus Sachsen-Anhalt

Trotz bestehender Sanktionen für ausgewählte Güter lieferten Unternehmen aus Sachsen-Anhalt im Jahr 2017 Waren im Wert von rund 342 Millionen Euro nach Russland – das entspricht einem Anteil von 2,2 Prozent des Gesamtexports aus Sachsen-Anhalt. Der Warenwert stieg im Vergleich zum Vorjahr um 13,5 Prozent und nähert sich dem Vorkrisen-Niveau des Jahres 2013 an (2,9 Prozent Anteil am Gesamtexport). Im Ranking der Exportpartner liegt Russland auf Platz 14.