Güsten l Tropische Temperaturen, gepaart mit krimineller Energie, haben in einer verlassenen Kleingartenanlage am Stadtrand von Güsten eine Cannabis-Plantage unter freiem Himmel wachsen lassen.

Zeugenhinweise, dass unbekannte Täter möglicherweise eine derartige Plantage betreiben würden, hatten die Regionalbereichsbeamten der Verbandsgemeinde Saale-Wipper in die brachliegende Sparte an der Rathmannsdorfer Chaussee geführt. Tatsächlich fanden die Beamten in einem scheinbar unbewirtschafteten Garten 82 Pflanzen, etwa 25 Zentimeter hoch gewachsen und teilweise bereits mit ausgebildeten Blütenständen.

„Natürlich wurde nach der ordnungsgemäßen Tatortdokumentation direkt mit der Ernte begonnen“, erklärt Polizeisprecher Marco Kopitz vom Revier Salzland. Die Pflanzen seien abgeerntet und beschlagnahmt worden. Die genaue Menge und der Wirkstoffgehalt der Pflanzen werden derweil untersucht. Auch von den Anbauern war noch nichts bekannt.