Stendal (jl) l Die Polizei hat am Donnerstag unter anderem in den Landkreisen Stendal und Jerichower Land  insgesamt 13 Objekte wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz und Denkmalschutzgesetz durchsucht. Aufgrund eines Beschlusses des Amtsgerichtes Stendal kontrollierten rund 80 Beamte zehn Objekte in den Landkreisen Stendal und Jerichower Land sowie zwei im Land Brandenburg und eines in Thüringen. Bei den Einsätzen kamen auch Sprengstoffsuchhunde zum Einsatz.

Hintergrund der Durchsuchungen war, dass bei der Polizei Hinweise eingegangen sind, wonach Personen das Niedrigwasser der Elbe genutzt haben, um mittels Sonden und Metalldetektoren in der Elbe bei Tangermünde/Fischbeck nach sogenannten Bodenfunden zu suchen. Insgesamt 13 Personen im Alter von 29 bis 49 Jahren konnte die Polizei ausfindig machen, die teilweise mehrfach seit Juli auch verschiedene Gegenstände widerrechtlich in ihren Besitz gebracht haben sollen.

Bei den Durchsuchungen konnten umfangreiche Beweismittel, darunter Waffen, Munition und Munitionsteile, aber auch nicht zugelassene pyrotechnische Erzeugnisse und Cannabispflanzen als Zufallsfunde sichergestellt werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich zu einem großen Teil um sogenannte "Militaria Sammler".

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die beschriebenen Bodensuchaktionen mithilfe von Metalldetektoren o.ä. grundsätzlich genehmigungspflichtig sind. Verantwortlich hierfür sind die unteren Denkmalschutzbehörden. Eine Inbesitznahme bzw. der Erwerb von Gegenständen, die unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen, ist grundsätzlich verboten.