Sachsen-Anhalts Schulen durchwandern beim Lehrpersonal gerade eine lange Talsohle. Zu lange hat sich die Politik vor allem darauf konzentriert, Personalüberhänge abzubauen. Dabei haben Vorgängerregierungen sehenden Auges den immer stärker von den Prognosen abweichenden Anstieg der Schülerzahlen ausgeblendet. Ebenso wie eine Lehrerschaft mit problematischer Altersstruktur, die nun geballt das Rentenalter erreicht.

Die Einstellung von 1000 Lehrern 2018 nach deutlich geringeren Zahlen in früheren Jahren war deshalb wichtig. Sie kann aber nur ein erster Schritt sein. Mehr als 700 ausscheidende Lehrer müssen bis 2031 im Schnitt jedes Jahr ersetzt werden. Das Land wird auf absehbare Zeit weiter kräftig einstellen müssen. Angesichts des Konkurrenzkampfs um Lehrer wird es darauf ankommen, möglichst attraktive Bedingungen zu bieten sowie schnell und flexibel einzustellen. Nur so kann das Land dafür sorgen, dass es langfristig auch spürbar bergauf geht.