Magdeburg (dt) l Ein Landkreis in Sachsen-Anhalt nimmt im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung insgesamt eine Sonderstellung ein: das Jerichower Land kann sich über einen - zugegeben minimalen - Bevölkerungszuwachs um 0,02 Prozent freuen. Das macht 15 Personen im ersten Halbjahr 2020 mehr. Das teilt das Landesamt für Statstische Zahlen am Dienstag mit.

Wie weiter aus den aktullen Zahlen zu entnehmen ist, gab es kreisintern die meisten Zuwächse in den Gemeinden Biederitz (+ 65 Personen) und Möser (+ 37). Weniger Einwohner vermeldeten dagegen vor allem Genthin (- 106) und Burg (- 23).

Alle anderen kreisfreien Städte und Landkreise verloren weiterhin Einwohner/-​innen - insgesamt 8098 Personen weniger als noch im ersten Halbjahr 2019. Die höchsten Verluste haben anteilig der Harzkreis (- 0,70 Prozent) sowie die drei kreisfreien Städte Magdeburg (- 0,56 Prozent), Dessau-​Roßlau (- 0,52 Prozent) sowie Halle (Saale) (- 0,50 Prozent) zu verzeichnen.

Hohes Geburtendefizit

Zudem sterben auch noch immer mehr Menschen, als Neugeborene hinzukommen. Statistisch ist dabei von einem Geburtendefizit die Rede. Und das sieht im ersten Halbjahr 2020 gar nicht gut aus: Insgesamt starben bis Ende Juni 16.501 Personen, während nur 7799 Kinder zur Welt kamen. Das Geburtendefizit betrug somit 8702 Personen. Zum Vergleich waren es im ersten Halbjahr 2019 8540 Personen.

Magdeburg und Halle (Saale) haben zwar mit die meisten Einwohner, verzeichnen aber dafür die niedrigsten Bevölkerungsverluste aus dem Geburtendefizit. Hier starben 499 respektive 546 Personen mehr als geboren wurden. Der Harzkreis wies wiederum mit -1058 Personen das höchste absolute Geburtendefizit aller Kreise auf.