Staßfurt l Insgesamt 1700 Einwände von Kommunalvertretern und Bürgerinitiativen gibt es in Sachsen-Anhalt gegen den Verlauf der geplanten Nord-Süd-Stromtrasse. Dies wurde im Rahmen einer Anhörung jetzt in Staßfurt bekannt. Im Salzland-Center fand eine Erörterungsveranstaltung statt. Die Bundesnetzagentur und der Übertragungsnetzbetreiber 50hertz als Vorhabenträger waren vor Ort, um zu Einwänden gegen die Stromtrasse Stellung zu nehmen. Insgesamt gibt es 1700 Einwände zu der Trasse, 1500 allein aus dem Saalekreis und dem Burgenlandkreis. Aber auch aus der Börde und dem Salzlandkreis gab es Fragen an die Planer.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) protestierte in Staßfurt gegen die Stromtrasse und will diese komplett verhindern. „Die Natur wird zerstört. Zudem wird auf Kohle- und teilweise auch Atomstrom zurückgegriffen. Das ist nicht nachhaltig“, kritisierte Diana Harnisch, stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe Burgenlandkreis vor Ort in Staßfurt.

Von Wolmirstedt aus soll durch Sachsen-Anhalt ab 2022 eine Starkstromtrasse Richtung Süden nach Isar bei Landshut (Bayern) gebaut werden. Überschüssiger Strom soll dabei vom Norden Deutschlands nach Süden transportiert werden. Die Inbetriebnahme soll 2025 erfolgen. Gesetzlich vorgesehen sind Erdkabel. In Ausnahmen sind Freileitungen möglich.