Impfung

Erste Lehrer werden geimpft

In Sachsen-Anhalt werden nun erste Lehrkäfte mit dem Anti-Corona-Pieks versorgt.

Magdeburg (dpa) l Nach der höheren Einstufung bei der Impfreihenfolge haben Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher im Jerichower Land am Freitag das erste Mal die Möglichkeit, sich gegen Corona immunisieren zu lassen. Gestaffelt nach Gemeinden seien zu diesem Zweck Terminfenster im Impfzentrum in Burg eingerichtet worden, teilte der Landkreis am Donnerstag mit. Damit solle möglichst viel pädagogisches Personal noch vor der Schulöffnung am Montag die Chance auf eine Impfung bekommen.

Die Kapazitäten erlaubten, am Freitag bis zu 1000 Impfberechtigte zu versorgen, sagte eine Sprecherin. Dafür müssten die Lehrkräfte und Erzieherinnen vorab keine Termine buchen, sondern könnten in dem Zeitraum vorbeikommen, der für ihre Gemeinde vorgesehen sei. "Sofern die Menschen impfbereit sind, wird es nicht dazu kommen, dass sie ohne eine Impfung wieder fahren müssen."

Der Bund hatte zuletzt die Impfordnung geändert, in der festgelegt ist, welche Gruppen bevorzugt einen Schutz gegen das Coronavirus erhalten. Die höchste Priorität behalten Menschen über 80 Jahre, Pflegeheimbewohner sowie das Personal in Pflegeheimen und Kliniken. Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen sowie Erzieherinnen und Erzieher wurden in die zweithöchste Kategorie aufgenommen. Sie sollen mit dem Astrazeneca-Impfstoff versorgt werden, der mangels ausreichender Studiendaten bei älteren Menschen nur für unter 65-Jährige eingesetzt wird.

Ob auch andere Kreise schon vor der Schulöffnung Impftermine für Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher anbieten, konnten weder Landkreistag noch Gesundheitsministerium beantworten. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte zuletzt, sie hoffe darauf, dass das pädagogische Personal ab kommender Woche versorgt werden könne. Das Land will dafür ein Viertel der angekündigten Impfdosen von Astrazeneca reservieren.