Das absehbare Ausscheiden Tausender Firmen-Chefs in Sachsen-Anhalt stellt das Land in naher Zukunft vor immense Herausforderungen. Wenn zuletzt fast die Hälfte der Unternehmer plante, ihre Firma binnen drei Jahren abzugeben, und gleichzeitig Nachfolger fehlen, liegt auf der Hand, dass Arbeitsplatzabbau und Strukturverluste die Folge sein werden.

Auch wenn mehrere Ursachen eine Rolle spielen: Hauptverantwortlich ist der demografische Wandel. Es fehlen genügend Nachfolger, die ein Interesse und die Qualifikation für eine Firmenübernahme haben. Ein Gegensteuern nur mit eigenen Ressourcen ist fast unmöglich. Politik und Wirtschaft können zwar Hemmnisse abbauen – so helfen Bürgschaftsbank und Beteiligungsgesellschaft seit langem mit Garantien und stillen Beteiligungen, also Kapital.

Das allein aber reicht nicht. Um den Verlust nicht zu schmerzhaft ausfallen zu lassen, braucht es neue Strategien. Das Land sollte etwa in anderen Bundesländern aktiv um Firmenkäufer werben.