Die Feuerwehr wird schon lange nicht mehr nur zum Löschen gerufen, sondern immer öfter auch als billige Hilfskraft. Weil Unternehmen und Staat ihre Aufgaben nicht mehr schaffen, wird der Aufwand auf Ehrenamtliche abgewälzt. Das ist nicht gut.

Natürlich muss eine Straße nach einem Unfall rasch gereinigt werden – doch das ist Aufgabe der Behörden. Nur weil die Kassen in den Kommunen leer sind, kann das Problem nicht zur Feuerwehr verschoben werden. Auch Unternehmen sind eigenverantwortlich: Ja, es ist tragisch, wenn Rettungsdienste Schwierigkeiten haben, übergewichtige Menschen zu transportieren. Doch die Feuerwehr hat selbst massive Nachwuchs-probleme. Die Kräfte müssen dort so verteilt werden, dass Noteinsätze abgesichert sind.

Die Entwicklung ist deshalb bizarr. Man stelle sich vor, ein normaler Bürger ruft die Feuerwehr an, weil er Hilfe bei seinen Aufgaben braucht. Für diesen Missbrauch gäbe es eine klare Quittung: Eine hohe Rechnung für den Fehleinsatz.