Braunlage/Wernigerode (dpa) l Bei herrlichstem Winterwetter haben die Tourismusorte im Harz am Samstag ihre Gäste begrüßt. "Ski und Rodel gut", hieß es aus Braunlage. "Der Ort ist voll, es läuft sehr gut", sagte eine Mitarbeiterin des örtlichen Tourismusbüros.

Das bitterkalte Wetter der vergangenen Tage hat auch die Möglichkeit zu einem eher seltenen Freizeitsport eröffnet: dem Eisklettern. Eiskletterer Ilja Schicker aus Wernigerode (Sachsen-Anhalt) bestieg den den mit Eis bedeckten Romkerhaller Wasserfall. Weil Eis leicht breche, sei es unberechenbarer als das Klettern am Fels, erzählte der 30-Jährige, der als Trainer fürs Felsklettern und Indoor-Klettern arbeitet. Aber gegen das Abstürzen seien auch die Kletterer am Eis mit einem Sicherungsseil geschützt. "Dass einem Eis auf den Kopf fällt, kann immer mal passieren, aber dass man runterfällt, kann dadurch ausgeschlossen werden", sagte Schicker.

Eisklettern mit Begleitung

Wer eisklettern wolle, sollte das immer mindestens zu zweit tun und sich auch erkundigen, ob es überhaupt erlaubt sei. Es gebe auch Wasserfälle, die aus Gründen des Naturschutzes tabu seien, oder weil sie zu gefährlich sind.

In der nächsten Woche ist es laut Deutschem Wetterdienst aber wieder vorbei mit dem Frost. Das Wetter wird milder mit Temperaturen zwischen 5 und 10 Grad. Schon am Sonntag wird das Tauwetter einsetzen, denn die Frostgrenze wandert an die Elbe – in Niedersachsen und Bremen steigen die Temperaturen wieder über Null.