Magdeburg (dpa) l  Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners sind den betroffenen Landkreisen in Sachsen-Anhalt für 2019 bereits eine Million Euro zugesagt. Sieben Landkreise und kreisfreie Städte würden mit Summen zwischen 343.000 (Landkreis Stendal) und 12.200 Euro (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) unterstützt, teilte das für den Gesundheitsschutz zuständige Sozialministerium am Donnerstag mit. Das Geld soll eingesetzt werden für das Besprühen von Bäumen vom Boden oder von der Luft aus oder für das Absaugen von Nestern des Eichenprozessionsspinners. Insgesamt stünden zwei Millionen Euro für die Bekämpfung der Schädlinge zur Verfügung.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein Schmetterling. Seine Raupen leben in Nestern an Eichenbäumen. Sie bilden giftige Härchen aus, die bei Berührung zu allergischen Reaktionen und Juckreiz führen können. "Es muss sichergestellt sein, dass alle Flächen einbezogen werden, von denen eine weitere Gefahrenausbreitung in den nächsten Jahren ausgehen kann", erklärte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD).

Bürgermeister zeigt sich selbst an

Einige stark betroffene Gemeinden sahen sich mit der Bekämpfung überfordert. Für besonderes Aufsehen sorgte der Bürgermeister von Seehausen in der Altmark, der sich selbst wegen Körperverletzung im Amt anzeigte, um auf die mangelnde Unterstützung durch das Land aufmerksam zu machen. In der Gemeinde war ein Mädchen nach einer heftigen allergischen Reaktion zusammengebrochen.