Magdeburg (vs) l Der Prozess gegen einen Polizeibeamten vor dem Amtsgericht Magdeburg ist am Dienstag mit einer Verurteilung des Angeklagten zu Ende gegangen. Der angeklagte Polizist wurde wegen vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit versuchter Körperverletzung im Amt zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 80 Euro verurteilt.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte am 29. August 2019 den Betreiber eines Restaurants zu Boden gebracht und drei Mal hinereinander auf den Mann eingeschlagen hat. Dies berichtete das Amtsgericht am Dienstagnachmittag in einer Pressemitteilung.

Vorfall in dem Restaurant

Hintergrund des Verfahrens war ein Restaurantbesuch des Angeklagten mit dessen Freundin sowie deren Familie. Dabei war es zu Unstimmigkeiten über die Wartezeit des bestellten Essens mit dem Betreiber gekommen. Als der Wirt einen sich beschwerenden Gast, einen Angehörigen der Freundin des Angeklagten, aus dem Restaurant drängen wollte, war der Polizist auf die verurteilte Art und Weise dazwischen gegangen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, teilte das Gericht mit. Der Polizist kann noch Revision oder Berufung dagegen einlegen. Das Gerichte teilte mit, dass der Beamte unabhängig vom Strafurteil mit dienstrechtlichen Konsequenzen rechnen muss.