Sachsen-Anhalts Kinder sind zu einem Drittel chronisch krank, haben im Vergleich zum Bundesdurchschnitt öfter Neurodermitis und sind häufiger übergewichtig. Zudem treibt Schulangst fast ein Viertel mehr als ihre Altersgenossen im Rest von Deutschland um. Das sind nur einige Fakten des Kinder- und Jugendreports der DAK Gesundheit.

Die Ergebnisse der Studie, die sich auf Daten von 13 000 Landeskindern stützen, sind erschreckend. Und sie malen vor allem für die Zukunft ein düsteres Bild an die Wand: Wenn die Situation jetzt schon so dramatisch ist, wie krank soll unser Land und wie hoch sollen damit die Gesundheitskosten erst in zehn, 20, 30 Jahren sein?

Auch wenn der Report die Frage nach den Ursachen unbeantwortet lässt, so steht eines als Konsequenz bereits in Stein gemeißelt: Vorbeugen ist in jedem Fall besser als heilen. Im Großen (Gesundheitspolitik) wie im Kleinen (Ärzte, Krankenkassen, Eltern) muss der Fokus künftig so früh wie möglich auf die Verhinderung von Krankheiten gelegt werden.