Die Krankenhauslandschaft im Land wird sich verändern müssen. Die Vorgaben des Bundes zielen auf eine Verschlankung des Systems, ohne dass die Politik das den Wählern explizit sagen würde. Tatsächlich ist es nicht nur aus Kostengründen sinnvoll, komplizierte Behandlungen an großen, spezialisierten Standorten anzubieten. Es ist auch im Sinne der Patienten. Ein Haus, das etwa in der Herzchirurgie viele Bypässe einsetzt, behandelt besser und weniger risikobehaftet als kleine Standorte, die solche OPs nur selten anbieten. Eine Konzentration von Behandlungen würde zudem den Fachkräftemangel lindern.

Vergessen werden darf aber nicht: Auch kleine Kliniken sind wichtige regionale Arbeitgeber. Wie Schulstandorte sind sie wichtige Ankerpunkte kleiner Orte im ländlichen Raum. Werden Standorte auf dem Papier zwar erhalten, de facto aber entkernt, droht Frust. Kleine Kliniken sollten daher Behandlungen abgeben, wo das medizinisch geboten ist. Wo immer möglich, müssen Angebote aber erhalten bleiben.