Magdeburg l Der Prozess gegen den Halle-Attentäter wird länger dauern, als bisher angenommen. Das Oberlandesgericht in Naumburg teilte gestern die neuen Fortsetzungstermine mit. Danach wird mit einem Urteil erst am 18. November gerechnet.

Die Verlängerung deutete die Vorsitzende Richterin Ursula Mertens bereits vor der Verhandlungspause vor zwei Wochen an. Nach den Planungen des Gerichts werden am Dienstag nächster Woche zunächst sechs Zeugen im Zusammenhang mit waffentechnischen Themen gehört. Für den Prozess wird weiterhin der größte Gerichtssal des Landes im Magdeburger Landgericht genutzt. Der 28-jährige Stephan B. befindet sich in der JVA Burg in Untersuchungshaft.

Am Mittwoch, 26. August, sollen nach den neuen Terminen nocheinmal sechs Zeugen zu Wort kommen. Dabei wird voraussichtlich das soziale Umfeld des Angeklagten, insbesondere seine Aktivitäten im Internet eine Rolle spielen.  Erst in der Folgewoche plant das Gericht den gesamten Komplex in Zusammenhang mit dem Angriff auf die Synoagoge in Halle zu behandeln. Später, am 9. September, sind dann die Geschehnisse in Zusammenhang mit dem Angriff auf den Döner-Imbiss an der Reihe.

Seit 21. Juli verhandelt das Oberlandesgericht Naumburg gegen Stephan B. in Magdeburg. Ihm werden 13 Straftaten vorgeworfen, darunter zwei Morde und mehrere Mordversuche. Er hatte den Anschlag mit einer Helmkamera gefilmt und ins Internet gestreamt.