Fußball

Heynemann zu Gräfe: Leistung sollte entscheiden

Der frühere FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann aus Magdeburg unterstützt Bundesliga-Referee Manuel Gräfe bei dessen Vorhaben, über den Klageweg die Altersgrenze für Schiedsrichter von 47 Jahren zu kippen.

Von dpa
Bernd Heynemann, früherer FIFA-Schiedsrichter.
Bernd Heynemann, früherer FIFA-Schiedsrichter. Jens Wolf/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Chemnitz - Der frühere FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann aus Magdeburg unterstützt Bundesliga-Referee Manuel Gräfe bei dessen Vorhaben, über den Klageweg die Altersgrenze für Schiedsrichter von 47 Jahren zu kippen. „Die Leistung auf dem Platz, die physische Leistung und der Gesundheitscheck sollten maßgebliche Faktoren für die Einstufung von Schiedsrichtern sein. Nicht das Alter“, sagte Heynemann der Chemnitzer „Freie Presse“ (Samstag). Auch er hätte sich bei seinem erzwungenen Abschied vor 20 Jahren noch gut und leistungsstark gefühlt.

Heynemann bezweifelt, dass Gräfe selbst noch in den Genuss von Bundesligaspielen kommen wird, sollte die Klage erfolgreich sein. „Aber ich hoffe dennoch, dass die Klage etwas bewirkt“, sagte Heynemann und betonte, dass es auch bei Spielern keine Altersgrenze gäbe. Niemand wäre auf die Idee gekommen, einem Zlatan Ibrahimovic die EM-Teilnahme zu verbieten, wenn sich der 39-Jährige nicht verletzt hätte, erklärte der frühere Schiedsrichter.

Gräfe geht juristisch gegen die vom DFB festgesetzte Altersgrenze für Schiedsrichter von 47 Jahren vor. Der 47-jährige Berliner hatte seine Karriere deshalb am Ende der vergangenen Saison nach 289 Bundesliga-Einsätzen beenden müssen, obwohl er gerne weitergepfiffen hätte.