Magdeburg (dpa) l Sachsen-Anhalts einziges stationäres Kinderhospiz in Magdeburg wird ausgebaut. "Das Kinderhospiz besteht nun schon fünf Jahre und wird in diesem Jahr weiter baulich vergrößert, da die Eltern und Kinder mehr Platz benötigen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Pfeifferschen Stiftungen, Christoph Radbruch. "Der bisher schon geplante Dachausbau hat sich leider aufgrund von Brandschutzauflangen verzögert."

350 Aufenthalte in 5 Jahren

In den ersten fünf Jahren gab es den Angaben zufolge 350 Aufenthalte todkranker Kinder im Hospiz – viele Kinder und teils auch Eltern und Geschwister waren mehrfach für unterschiedliche Zeiträume dort. Möglich ist beispielsweise eine sogenannte Entlastungspflege, um den pflegenden Eltern etwa wieder einmal das Aus- und Durchschlafen zu ermöglichen oder auf andere Weise ihre Erschöpfung zu mildern.

2013 hatten die Pfeifferschen Stiftungen das Kinderhospiz geöffnet und eine Lücke in der Versorgung sterbenskranker Kinder im Land geschlossen. "Auch vor und nach der Zeit bei uns ist viel Kontakt zu den betroffenen Familien und Beratung erwünscht und nötig", sagte die Leiterin des Hospizes, Franziska Höppner. Rund 3000 Beratungsstunden am Telefon und im persönlichen Gespräch seien geleistet worden.

Spenden sind nötig

Das Team des Kinderhospizes ist gewachsen von ursprünglich sieben Mitarbeitern auf nun 16 Pflegekräfte, 2 Psychologen, eine Sozialdienstmitarbeiterin und eine Hauswirtschaftlerin. Zudem gibt es zehn ehrenamtliche Mitarbeiter, die den Hospizalltag begleiten. Weitere Unterstützung sowie Spenden sind aus Sicht der Pfeifferschen Stiftungen nötig. Rund 400.000 Euro müssen den Stiftungen zufolge jährlich aus Spenden gedeckt werden.