Politik

Hüskens will FDP-Landesvorsitz übernehmen

Lydia Hüskens, derzeitig stellvertretende Landesvorsitzende der FDP in Sachsen-Anhalt, möchte den Landesvorsitz nun übernehmen. Hüskens hatte ihre Partei bei der Wahl am 6. Juni nach zehn Jahren außerparlamentarischer Opposition als Spitzenkandidatin zurück in den Landtag geführt.

Von dpa
Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, nimmt an einer Pressekonferenz teil.
Lydia Hüskens, stellvertretende Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, nimmt an einer Pressekonferenz teil. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Magdeburg - Knapp zehn Monate nach dem Rückzug des damaligen FDP-Chefs Frank Sitta will die amtierende Co-Vorsitzende Lydia Hüskens neue alleinige Landeschefin der Liberalen werden. Die Fraktionschefin der FDP ist die einzige Kandidatin für den Parteivorsitz auf dem heutigen Parteitag. Die FDP wäre damit die einzige Partei in Sachsen-Anhalt, die den Vorsitz von Partei und Fraktion in einer Person vereint - alle anderen trennen die beiden Spitzenposten.

Seitdem Sitta nach einem Streit in der Parteispitze den Posten Ende September abgegeben hatte, hatten seine beiden Stellvertreter, Hüskens und der Bundestagsabgeordnete Marcus Faber, das Amt geschäftsführend ausgeübt. Hüskens hatte ihre Partei bei der Wahl am 6. Juni nach zehn Jahren außerparlamentarischer Opposition als Spitzenkandidatin zurück in den Landtag geführt und wurde von der neuen Fraktion zur Vorsitzenden gewählt. Ihre Wahl am Samstag gilt daher als sicher.

Die Doppelbelastung aus Fraktions- und Parteivorsitz könne sie sehr gut einschätzen, sagte die 57-Jährige. „Ich habe das bisher zusammen mit Marcus Faber neben einem Fulltime-Job in Halle gemacht, das werde ich auch jetzt schaffen“, sagte Hüskens vor dem Parteitag der Deutschen Presse-Agentur. Bisher war Hüskens neben der Arbeit in der Partei Geschäftsführerin des Studentenwerks Halle. Den Schwung aus der Landtagswahl, bei der die FDP auf 6,4 Prozent zulegte, will Hüskens als Parteichefin nutzen, um die FDP auch in der Fläche stärker zu verankern, etwa durch mehr Kandidaten bei Kommunalwahlen. „Wir wollen wachsen“, sagte Hüskens.