Pandemie

Impfungen für zweite Prioritätsstufe

In Sachsen-Anhalt werden seit Montag auch Menschen aus der zweiten Prioritätsstufe gegen das Coronavirus geimpft.

Magdeburg (dpa) l In Sachsen-Anhalt haben die Corona-Impfungen für Menschen der zweiten Prioritätsstufe begonnen. In einigen Impfzentren sei der Impfstoff von Astrazeneca an diese Gruppe verabreicht worden, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Montag (22. Februar). Hintergrund ist die Altersbeschränkung des Astrazeneca-Vakzins in Deutschland: Wegen fehlender Daten für ältere Menschen darf er nur solchen bis 64 Jahre geimpft werden.

Da die meisten Menschen der höchsten Prioritätsstufe aber über 80 sind, kam nun teilweise schon die zweite Gruppe, in der etwa Menschen mit bestimmten Behinderungen und Kontaktpersonen von Schwangeren sind, zum Zuge. Außerdem wollten die Gesundheitsminister der Länder und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag beraten, ob auch Grundschullehrer und Erzieher in die zweite Impfgruppe vorgezogen werden können.

In den kommenden Wochen erwartet das Land deutlich höhere Impfstofflieferungen als im Februar. Bis Ende März rechne das Land mit 222.300 Impfdosen der Hersteller Biontech, Moderna und Astrazeneca, teilte das Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Da von jedem Vakzin zwei Dosen pro Impfling nötig sind, können mit der im März erwarteten Menge theoretisch also 111.150 Menschen geimpft werden. Im Februar hatte das Land Dosen für 65.000 Menschen bekommen.

Von Astrazeneca erwartet das Land bis Ende kommenden Monats demnach 84.000 Dosen. Das würde genügen, um alle Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer und alle Erzieherinnen und Erzieher im Land damit zu impfen. Mehr als die Hälfte der März-Lieferungen soll der Biontech-Impfstoff ausmachen. Von dem deutsch-amerikanische Vakzin erwartet das Land bis einschließlich zur zwölften Kalenderwoche 128.700 Dosen. Von Moderna werden hingegen lediglich in dieser Woche 9600 Dosen erwartet. Beide Vakzine sind in Deutschland für alle Altersklassen freigegeben.

Insgesamt wurden bis zum Sonntag im Land rund 125.000 Menschen geimpft, gut 45.000 davon haben schon ihre Zweitimpfung bekommen.