Magdeburg (dpa) l In Sachsen-Anhalt haben sich dieses Jahr so viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen für den Hugo-Junkers-Preis beworben wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Es seien rund 100 Bewerbungen für die vier Preiskategorien eingegangen.

Zum Vergleich: Voriges Jahr reichten rund 80 Teilnehmer ihre Projekte ein. Die Unterlagen werden laut Mitteilung jetzt gesichtet und die aussichtsreichsten Ideen in einer Jurysitzung am 10. November besprochen. Die mit 80.000 Euro dotierten Preise sollen am 2. Dezember im Schloss Köthen vergeben werden.

Die hohe Zahl an Bewerbungen zeige, dass Hochschulen und Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auf Innovationen setzen, sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) laut Mitteilung.

Das Wirtschaftsministerium verleiht nach eigenen Angaben seit 1991 einen "Innovationspreis Sachsen-Anhalt". Seit 2004 trägt die Auszeichnung den Namen des Dessauer Ingenieurs und Gründers der Junkers Flugzeugwerke Hugo Junkers. Der Pazifist wurde 1933 von den Nationalsozialisten enteignet und aus der Stadt verwiesen.

Die Auszeichnung wird an innovative Forschungsprojekte sowie Produkte und Geschäftsmodelle vergeben. In einer Sonderkategorie sollen in diesem Jahr zudem die besten Ideen aus der Spiele-Branche ausgezeichnet werden, die auch ein großes Potenzial für die Automatisierung und Digitalisierung in der Wirtschaft haben, hieß es.