Der langjährige Chef der Investitionsbank in Sachsen-Anhalt wird von seinen Aufgaben freigestellt: Der zuständigen Nord/LB blieb nichts anderes übrig, als so zu reagieren. Einen Spitzen-Banker, gegen den wegen des Verdachts der Vorteilsnahme ermittelt wird, kann man sich als ohnehin bereits angeschlagene Bank wirklich nicht leisten.

Manfred Maas war es bislang oft gelungen, Krisen erfolgreich auszusitzen. Mit Bekanntwerden der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen aber war das berufliche Aus für ihn besiegelt. Auch wenn es offiziell heißt, seine Freistellung sei wegen der Unschuldsvermutung nur vorübergehend. Bitter für Maas dürfte sein, dass seine Leistung als IB-Chef von den aktuellen Vorwürfen gegen ihn überschattet wird. Dabei kann der 64-Jährige auf große Erfolge in seinem Job verweisen, jahrelang durfte sich die Landesregierung glücklich schätzen, Maas auf dem Posten zu haben. Nun stolpert der Fußball-Fan über ein paar Fußballspiele – das Ende einer Karriere.