Magdeburg l Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt Magdeburg ist möglicherweise einem gezielten Anschlag des IS entgangen. Wie die zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Berlin mitteilte, sollen mehrere Männer in Magdeburgs Innenstadt einen Raubmord geplant haben, um den Kampf der gewalttätigen Islamisten zu finanzieren. Wie aus unbestätigten Quellen zu erfahren war, sollte der Raub-Anschlag möglicherweise einem Geldtransport oder einer Bank gelten. Nähere Angaben machte Pressesprecher Martin Steltner mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Spektakulärer Zugriff

Gegen vier Syrer und einen in Deutschland geborenen Mann mit syrischen Wurzeln war bereits seit einiger Zeit ermittelt worden. Donnerstagnachmittag hatte es dann einen spektakulären Zugriff des sächsischen Spezialeinsatzkommandos auf der Autobahn 14 bei Mügeln (Sachsen) gegeben.

Im Zuge der ganztägigen Aktion hatte der Berliner Staatsschutz mehrere Wohnungen in Sachsen durchsucht. Dabei sollen die Ermittler auch auf Indizien gestoßen sein, die den geplanten Raubmord in Magdeburg und eine „Verabredung zur Vorbereitung einer schweren Straftat“ untermauern könnten.

Zwei Tatverdächtige seien zuerst nicht aufgefunden worden. Daraufhin hatte die Polizei verdeckt nach den IS-Kämpfern gesucht.

Letztlich seien vier Personen festgenommen worden, ein Mann habe bereits in Untersuchungshaft gesessen, sagte Steltner am Freitagabend der Volksstimme.

Drei Männer in U-Haft

Weil es „Anknüpfungspunkte in Berlin“ gebe, seien die Behörden der Hauptstadt für die Ermittlungen zuständig. Die „Anknüfungspunkte“ wollte Steltner jedoch mit Hinweis auf die Ermittlungen nicht konkretisieren.

Am Freitagabend wurden zwei der Verdächtigen dem Haftrichter vorgeführt. Dieser ordnete Untersuchungshaft an. Zwei andere Männer wurden „wegen fehlenden Tatverdachts“ wieder auf freien Fuß gesetzt.