Magdeburg l Mit voller Konzentration und guten Argumenten wollten beim Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend debattiert“ Schüler aus Sachsen-Anhalt die Jury von sich überzeugen. Große Aufregung war dabei bei vielen spürbar.

Den Anfang machten die Schüler der Klassenstufen 8 bis 10. Valerie Schröder, Linus Läster, Katja Belau und Martha Fiedelak konnten sich am Vormittag gegen die anderen Teilnehmer der Altersgruppe durchsetzen. Für sie ging es am Nachmittag im Plenarsaal des Landtages Sachsen-Anhalt um den Einzug in das Bundesfinale am 14.-16. Juni in Berlin. Die diskutierte Frage lautete: „Soll in Sachsen-Anhalt eine Kennzeichen-Pflicht für Fahrräder eingeführt werden?“ Beide Seiten nahmen gut aufeinander Bezug und lieferten den Zuschauern eine spannende Debatte. Die Entscheidung war knapp. Linus Läster (15) vom Elisabeth-Gymnasium in Halle vertrat die Pro-Seite und überzeugte mit dem Argument, dass für Fahrrad- und Autofahrer ähnliche Gesetze gelten und Fahrrad-Kennzeichen die Strafverfolgung erleichtern würden.

„Ich habe am Samstag angefangen, mich vorzubereiten“, schmunzelt der 15-Jährige im Vorgespräch. „Für mich war das eine aufregende Erfahrung und mir hat das Debattieren auf Augenhöhe mit meinen Mitstreitern sehr viel Freude gemacht.“ Für ihn sei der Wettbewerb kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander gewesen.

Nach einer kurzen Pause folgte die entscheidende Debatte der Klassenstufen 10 bis 13. Luise Tyralla, Niclas Horalek, Fabian Erler und Frederic Horn debattierten darüber, ob E-Sport in Deutschland als Sportart anerkannt werden sollte. Fabian Erler (17) vom Europagymnasium Walther Rathenau in Bitterfeld-Wolfen machte das Rennen mit Argumenten für traditionale sportliche Bewegung. „Ich war eigentlich gar nicht für das Landesfinale qualifiziert und bin nur nachgerückt“, verriet der 17-Jährige. „Daher bin ich komplett ohne Erwartungen an die Sache rangegangen – das war wahrscheinlich das Erfolgsrezept.“

Sollten Linus und Fabian im Bundesfinale den Sieg nach Sachsen-Anhalt holen, winkt den Schülern die Teilnahme an einer Akademiewoche für alle Bundessieger sowie die Möglichkeit, dem „Jugend debattiert“-Alumni e.V. beitreten zu können.