Kali ist für die Region ein enormer Wirtschaftsfaktor. Auch wenn der Aufwand gigantisch ist und die Düngemittelpreise schwanken, dürfte es sich doch lohnen, in Zielitz 35 weitere Jahre zu produzieren. Denn der Betrieb stellt auch heute schon hochreine Kaliprodukte her, die gute Gewinne sichern. Zudem gibt es noch die Option, edlere Salze zu fördern, aus denen margenträchtige Spezialdünger gemacht werden.

Doch ob es 2020 weitergeht, hängt maßgeblich davon ab, wie K+S das Salzwasserproblem in den Griff kriegt. Fraglich bleibt, warum das Genehmigungsverfahren erst jetzt startet. Das Unternehmen sagt, es wollte nur mit soliden Plänen in den Ring. Klingt plausibel, allerdings entsteht nun ein gewaltiger Druck. Das Landesbergamt als Genehmigungsbehörde darf aber deswegen keine Milde walten lassen, da Umweltverbände eine Klage nicht scheuen. Und Gerichte stoppen Großvorhaben, wenn Umweltrecht nicht penibelst eingehalten wird.

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