landgericht halle

Kind in Halle entführt und in Fluss geworfen: Revision eingelegt

Der vor einer Woche wegen der Entführung, sexuellen Missbrauchs und versuchten Mordes an einer Sechsjährigen verurteilte 25-Jährige akzeptiert das Urteil des Landgerichts Halle nicht.

Von dpa
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand.
Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David-Wolfgang Ebener/dpa/Symbolbild

Halle - Der Verteidiger habe Revision gegen das Urteil eingelegt, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag auf Nachfrage mit. Nun ist der Bundesgerichtshof in Karlsruhe am Zug. Das Landgericht hatte den 25-Jährigen am Freitag vergangener Woche unter anderem wegen versuchten Mordes und sexuellen Missbrauchs zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Das Gericht hatte es als erwiesen angesehen, dass der Mann im Dezember 2020 über ein angekipptes Fenster in die Parterrewohnung eindrang und das Kind mitnahm. In einer Seitenstraße missbrauchte er das Mädchen, lief mit ihm auf dem Arm durch die Innenstadt von Halle bis zur Saale. Dort drosselte er das Mädchen nach Einschätzung des Gerichts in Tötungsabsicht und stieß es in den Fluss. Zwei Passanten retteten das Kind.