Magdeburg l Der Breite Weg in Magdeburg ist nicht gerade eine Schlemmermeile. Kulinarische Farbtupfer gibt es dennoch, wozu das Geschäft von Caroline Vanhout gehört. Sie bietet seit neun Jahren Süßes der weltweit agierenden Pralinen-Kette „Leonidas“ aus ihrem Heimatland Belgien an. Mit ihrer Familie ist sie vor 22 Jahren nach Deutschland gekommen. Ihr Mann ist Unternehmer und hat einen Baubetrieb in Osterweddingen. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt die Händlerin, die ein zweites Geschäft in Hannover betreibt: „Ich wollte ein Stück von der Heimat hierherbringen.“

Der Laden laufe, sie sei zufrieden, meint Vanhout. Die Schokoladenerzeugnisse sind etwas Besonderes und haben ihren Preis. Gekauft würden sie vor allem in den kühleren Monaten. Dafür bietet sie im Sommer auch Eis an.

Ihre beiden Töchter studieren in Magdeburg. „Sie werden wohl danach auch hierbleiben“, konstatiert die Mutter. Ursprünglich stammt sie aus der Nähe von Antwerpen. Häufig sei ihre Familie bei der dortigen Verwandtschaft zu Gast, doch der Lebensmittelpunkt sei Deutschland.

Was in der Heimat passiert, verfolgt Caroline Vanhout genau. Für sie hat das Königshaus vornehmlich die Aufgabe, die niederländisch sprechenden Flamen und die französischsprachigen Wallonen zusammenzuhalten und die Belgier nach außen hin zu repräsentieren, wie jetzt in Sachsen-Anhalt. „Ich finde es schön, dass König Philippe damit sein Interesse für Ostdeutschland zeigt“, erklärt die Geschäftsfrau. Sie ist nicht unbedingt eine glühende Anhängerin der Monarchie. „Ich bin aber zufrieden mit unserem Königshaus. Und ob das Staatsoberhaupt nun ein Monarch oder ein Präsident ist, halte ich dabei nicht für entscheidend.“

Welche belgischen Pralinen würde Vanhout dem Königpaar gern einmal anbieten? Zwei Favoriten hätte sie: „Da wäre einmal Gianduja, ein Nougatprodukt. Oder Manon Café, eine Kaffee-Buttercreme-Praline mit Nuss.“