Magdeburg (dpa) l Nach der Kommunalwahl kann die AfD in Sachsen-Anhalt nicht alle ihre Mandate in den Kommunalparlamenten besetzen. In Einzelfällen habe die Partei mehr Sitze in den Räten errungen, als sie mit Kandidaten besetzen kann, sagte Landeschef Martin Reichardt am Mittwoch. Wie viele Fälle es genau seien, könne er nicht sagen. Den veröffentlichten Wahlergebnissen zufolge ist zum Beispiel Aschersleben betroffen. Im dortigen Stadtrat stehen der AfD fünf Sitze zu, es gab jedoch nur einen Kandidaten. Vier Sitze bleiben deshalb unbesetzt. Nach Angaben der Landeswahlleitung gibt es keine Übersicht fürs ganze Land, wo solche Fälle noch vorgekommen sind.

Reichardt sagte, er rechne damit, dass seine Partei bei den nächsten Kommunalwahlen genug Kandidaten habe, um alle Mandate auch zu besetzen. Dieses Mal schickte die AfD rund 660 Kandidaten ins Rennen. In die elf Kreistage und drei Stadträte der kreisfreien Städte zog die Partei flächendeckend in Fraktionsstärke ein. Mit 16,4 Prozent landete die AfD hinter der CDU auf Platz zwei.