Corona

Keine Zweitimpfungen für Auswärtige in Magdeburg - Börde lädt Niedersachsen zum Impfen ein

Magdeburger zuerst: Stadt Magdeburg sagt nach Angaben der Landesregierung Zweit-Impfungen für Menschen aus Niedersachsen und anderen Bundesländern ab. Die Börde springt auf Vermittlung von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne ein, so das Ministerium.

Der Streit um die Freigabe von Impfterminen auch an Nicht-Sachsen-Anhalter scheint gelöst, weil der Bördekreis die Impfungen offenbar ermöglicht. Auf Vermittlung von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne soll den Betroffenen ein Angebot für die Zweit-Impfung im Impfzentrum des Landkreises Börde in Haldensleben gemacht werden. Foto: Michael Kappeler/dpa
Der Streit um die Freigabe von Impfterminen auch an Nicht-Sachsen-Anhalter scheint gelöst, weil der Bördekreis die Impfungen offenbar ermöglicht. Auf Vermittlung von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne soll den Betroffenen ein Angebot für die Zweit-Impfung im Impfzentrum des Landkreises Börde in Haldensleben gemacht werden. Foto: Michael Kappeler/dpa dpa

Magdeburg (vs). Im Streit um Impftermine nach Wohnortprinzip zeichnet sich für mehr als  900 Menschen aus Niedersachsen und anderen Ländern eine Lösung ab. Ihre Zweitimpfung war nach Angaben der Landesregierung von der Stadt Magdeburg abgesagt worden. Nun sollen sie in Haldensleben (Börde) geimpft werden.

Der Streit um die Freigabe von Impfterminen auch an Nicht-Sachsen-Anhalter scheint damit gelöst, weil der Bördekreis die Impfungen offenbar ermöglicht. Auf Vermittlung von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne soll den Betroffenen ein Angebot für die Zweit-Impfung im Impfzentrum des Landkreises Börde in Haldensleben gemacht werden, so das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Personen hatten nach Angaben des Ministeriums die Möglichkeit wahrgenommen, sich in Magdeburg zwischen dem 6. und 9. April bei speziellen Impftagen für Bürger über 60 Jahren mit Astra Zeneca impfen zu lassen. Der Zweit-Termin sei den Nicht-Sachsen-Anhaltern durch die Stadt Magdeburg später schriftlich abgesagt worden.

Mehrere Briefe Betroffener hatten die Ministerin in den vergangenen Tagen erreicht. „Eine begonnene Impfserie muss auch abgeschlossen werden“, so Grimm-Benne. „Wir werden den Betroffenen Impftermine in der Woche ab dem 28. Juni anbieten.“

Für die Betroffenen sei es zum Teil nicht möglich, in ihren Heimatorten einen Ersatztermin zu erhalten. Warum das  nicht möglich sei, teilte das Ministerium aber nicht mit. Damit sei der vollständige Impfschutz gefährdet, so Grimm-Benne. Auch medizinrechtlich sei die Absage problematisch. 

Das Impfzentrum des Landkreises Börde habe jetzt die Bereitschaft erklärt, die Impfungen im Rahmen einer dezentralen Impfaktion durchzuführen. „Dafür bin ich Landrat Martin Stichnoth und dem Team des Impfzentrums sehr dankbar“, so Grimm-Benne. Den dafür benötigten Impfstoff stelle das Land dem Impfzentrum zur Verfügung, hieß es am Donnerstag.

Das Impfzentrum Wolfsburg informierte, Wolfsburger Bürger, die ihre Erstimpfung in Magdeburg erhalten haben und dort nicht die zweite Impfung erhalten können, würden  die Zweitimpfung im Wolfsburger Impfzentrum bekommen. Die betroffenen Personen werden gebeten, den Anmeldebogen auf www.wolfsburg.de/Impfzentrum unter dem Punkt "Formuare und Merkbläter" bis spätestens Freitag 21.05. ausgefüllt an das Impfzentrum in Wolfsburg  zurückzusenden. Von dort erfolge dann die Terminvergabe für die Zweitimpfung.