Magdeburg l Fehlende Berufserfahrung, Verwandten-Klüngel, Interessenskonflikte, vernichtete Papiere, eigenartige Ausschreibungspraxis: Die Prüfer des Rechnungshofs wurden bei der Lottogesellschaft fündig und übergeben ihren Bericht am Mittwoch dem Untersuchungsausschuss im Landtag.

Sachsen-Anhalts Lotto GmbH steht seit gut einem Jahr wegen etlicher Auffälligkeiten unter Beschuss. Es geht um dubiose Millionen-Sportwetten in Zerbst (damit befasst sich gerade ein Untersuchungsausschuss), es geht aber auch um die Personalpolitik und Geldverteilungspraxis des landeseigenen Unternehmens. Die beiden letztgenannten Punkte hat sich der Landesrechnungshof vorgenommen – auf Bitten des Lotto-Aufsichtsratschefs und Verkehrsministers Thomas Webel (CDU). Der wollte Klarheit. Die bekommt er nun.

Im Fokus steht die Besetzung der Bezirksleiterstellen. Der Posten ist gewinnbringend: Es winken Brutto-Vergütungen von 150.000 Euro bis 300.000 Euro im Jahr. Die Bezirksleiter betreuen die Lotto-Verkaufsstellenleiter und sollen das Geschäft in Schwung bringen. Das Lotto-Land ist in 7 Bezirke aufgeteilt. In den letzten Jahren wurden auch einige Stellen neu besetzt. Das schauten sich die Prüfer genauer an.

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