Magdeburg l Innenminister Holger Stahlknecht hat deutlich zu erkennen gegeben, dass er grundsätzlich für die CDU-Spitzenkandidatur für die Landtagswahl 2021 zur Verfügung steht. „Ich habe mit dem Landesvorsitz ein Amt inne, aus dem heraus vieles möglich ist“, sagte der 54-Jährige auf Volksstimme-Anfrage. „Es macht mir Spaß, für das Land Verantwortung zu übernehmen. Alles andere stimme ich eng mit dem Ministerpräsidenten ab.“ Stahlknecht war vorigen November zum CDU-Chef gewählt worden.

Rainer Haseloff (65, CDU), der seit 2011 Regierungschef ist, hält sich bislang offen, ob er erneut antritt. Die CDU wird im nächsten Jahr über die Spitzenkandidatur entscheiden.

Die SPD muss zunächst im Januar 2020 einen neuen Parteichef wählen. Grund: Burkhard Lischka tritt nicht wieder für dieses Amt an. Wirtschaftsminister Armin Willingmann hat bereits erklärt, er könne eine Kandidatur „nicht ausschließen“. Sollte der Professor gewählt werden, wäre er wohl auch erste Wahl für die SPD-Spitzenkandidatur. Allerdings gilt Willingmann einigen in der Partei als zu zögerlich. Es ist zu hören, dass Lischka parteiintern bereits bedrängt wird, den Parteivorsitz zu behalten. Der Magdeburger scheidet Mitte des Jahres aus dem Bundestag aus. Er kehrt in seinen alten Beruf als Notar zurück.