Magdeburg (sk) l Am Montag (10. Februar) haben Beschäftigte verschiedener McDonald‘s-Filialen in Sachsen-Anhalt für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie fordern höhere Löhne.

Aufgerufen dazu hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mit ihrer Initiative Fast-Food-Workers-United. Die Aktion fand in den Landkreisen Börde, Jerichower Land, Salzlandkreis sowie der Landeshauptstadt Magdeburg statt.

Die Gewerkschaft fordert ein Ende der "Armutslöhne" und einen Einstiegslohn von mindestens zwölf Euro pro Stunde. Derzeit zahlt McDonald‘s neuen Beschäftigten nur den Mindestlohn, auch langjährig Beschäftigte verdienen kaum mehr Geld.

"Die Mitarbeiter stehen rund um die Uhr an der Fritteuse oder an der Verkaufstheke. Sie leiden unter einer enormen Arbeitsbelastung, werden aber mit Hungerlöhnen abgespeist", kritisiert Thomas Gawron,
Gewerkschaftssekretär in der NGG-Magdeburg. "McDonald’s und Co. machen Milliardenumsätze und setzen dabei auf das Geschäftsmodel Armutslohn. Damit muss Schluss sein. Die Beschäftigten der Fast-Food-Ketten haben Respekt und armutsfeste Löhne verdient", so Gawron weiter.

Bundesweit arbeiten etwa 120.000 Beschäftigte in der Systemgastronomie. Neben McDonald’s gehören dazu unter anderem Nordsee, BurgerKing, Starbucks, Vapiano, L’Osteria oder Pizza Hut. Die bundesweiten Lohnverhandlungen in der Branche stocken. Die Arbeitgeber im Bundesverband der Systemgastronomie boten zuletzt an, in der untersten Lohngruppe einen Stundenlohn von 9,48 Euro zu zahlen. Das sind 13 Cent mehr als der gesetzliche Mindestlohn und "ein Hohn für die Beschäftigten", so die Gewerkschaft.

Gestreikt wurde ebenfalls bei Autogrill in Thüringen und bei McDonald’s und Starbucks in Berlin. Am Sonnabend streikten Beschäftigte von Nordsee in Brandenburg.