Gut, dass sich Minister und Telefonbosse endlich an einen Tisch gesetzt haben, um die leidigen Funklöcher in Deutschland zu stopfen. Schnelles Internet für unterwegs muss flächendeckend funktionieren, da Straßen und Gleise nun mal auch durch Wälder und dünnbesiedeltes Terrain führen.

Das Tempo aber ist atemberaubend langsam. Drei Jahre brauchen die drei Telekommunikationsriesen angeblich für 99 Prozent Abdeckung. Die Zahl ist deutlich schlechter als sie klingt, da dann immer noch Zehntausende Haushalte ohne flottes Netz sind. Und da reden wir von 4G - ein Standard, der 2021 wahrscheinlich schon zur Kategorie „lahme Ente“ gehört.

Man fragt sich, wie lange es dauern wird, ehe 5G landesweit funktioniert. Das ist aber nötig, um etwa autonomes Fahren nur in die Nähe der Realisierbarkeit zu rücken. Die drei Großanbieter machen Milliarden-Gewinne. Der Bund darf da getrost forsch den Druck erhöhen. Lizenzen darf es nur noch für den geben, der auf die Tube drückt.

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