Leipzig (dpa) l Die Corona-Krise habe auch bei den Kampfmittelräumern die Abläufe durcheinander gewirbelt, sagte Jürgen Scherf, Sprecher des Polizeiverwaltungsamtes in Dresden. Es sei nicht damit zu rechnen, dass die explosiven Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg wie geplant im Mai aus dem Fluss an der Landesgrenze von Sachsen und Sachsen-Anhalt geholt werden. Wann es stattdessen soweit sein wird, sei noch offen.

Die Planungen dazu laufen weiter. Die Kampfmittelspezialisten überlegen laut Scherf, einen Splitterschutz aus Containern auf dem Standstreifen der Autobahn zu errichten. So soll eine tagelange Sperrung der vielbefahrenen Autobahn vermieden werden. Die Fachleute gehen davon aus, dass nach Ende des Krieges in der Wilden Luppe Munition versenkt wurde. Das sei damals ein übliches Vorgehen gewesen.