Magdeburg l Die Planung der Autobahn A 143 bei Halle wird einfacher, ihr Bau aber teurer. Um sich ein aufwändige Sondergenehmigung durch die EU in Brüssel zu ersparen, plant Sachsen-Anhalts Verkehrsministerium zusätzliche Naturschutzmaßnahmen. Dazu gehören ein verlängerter Landschaftstunnel, abgasabsaugende „Stickstoffschornsteine“ auf dem Tunnel sowie Schutzwälle. Die Kosten für das gut zwölf Kilometer lange Stück klettern von 240 auf 245 Millionen Euro. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) rechnet mit einem Baustart Ende 2017. „Ab 2020 soll der Verkehr rollen."

Die A 143 ist Teil der Mitteldeutschen Schleife und verbindet die von Magdeburg kommende A 14 mit der A 38 (Leipzig-Sangerhausen-Göttingen). Sie ist zugleich Westumfahrung von Halle und verkürzt die Fahrt in Richtung Hessen und Thüringen. Ein erstes Stück ist seit mehr als zehn Jahren fertig. Der Weiterbau wurde nach einer Klage des Naturschutzbundes 2007 gestoppt. Seitdem wurde die gesamte Planung mehrfach erweitert. Da die Strecke europäische Schutzgebiete quert, war zunächst ein Ausnahme-Genehmigungsverfahren durch die EU vorgesehen. Dies entfällt nun.