Neues Forschungszentrum im Mitteldeutschen Braunkohlerevier

Von dpa
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/archivbild

Magdeburg - In Sachsen-Anhalt soll ein Teil eines neuen länderübergreifenden Großforschungszentrums im Mitteldeutschen Braunkohlerevier entstehen. Bund und Länder haben die Ansiedlung am Mittwoch beschlossen, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Für den anderen Standort des Forschungszentrums ist Sachsen vorgesehen. „Es ist wichtig, dass wir das Mitteldeutsche Revier als einen gemeinsamen Wirtschaft- und Innovationsstandort entwickeln - Landesgrenzen dürfen dabei keine Rolle spielen“, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Dadurch sollen zahlreiche neue Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden. Aus Sicht von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) ist der Beschluss für die Braunkohleregion von großer Tragweite. „Arbeitsplätze in Zukunftsbranchen sind unser wichtigstes Ziel. Deshalb wollen wir den Strukturwandel gestalten, um langfristige wirtschaftliche Perspektiven in den Braunkohleländern zu eröffnen“, sagte sie.

Für die geplanten zwei Forschungszentren stellt der Bund im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes Kohleregionen insgesamt 1,2 Milliarden Euro bis 2038 zur Verfügung, davon 380 Millionen Euro für den Standort in Sachsen-Anhalt. Bei der Umsetzung des Forschungszentrums werden die Länder Sachsen-Anhalt, Sachsen sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung eng zusammenarbeiten. Aktuell läuft laut Staatskanzlei für die inhaltliche Ausrichtung und den Aufbau des Forschungszentrums ein international ausgeschriebener Wettbewerb, auch die genauen Standorte stehen noch nicht fest.