Schierke (dpa) l Winterwetter hat weite Teile des Osterwochenendes in Sachsen-Anhalt bestimmt. Vor allem am Samstag prägten Schneefall und glatte Straßen das Bild. In den höheren Lagen des Harzes fielen nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee, auf dem Brocken waren es sogar 15 bis 20 Zentimeter. Auch in der westlichen Altmark gab es einige Zentimeter Neuschnee.

Lange liegen blieb der Schnee allerdings nicht, wie DWD-Meteorologe Jens Oehmichen am Montag berichtete. Dafür sei der Boden vielerorts bereits zu warm. Nur auf dem 1141 Meter hohen Brocken türmt sich auch weiterhin die weiße Pracht. Am Montag wurde eine Schneehöhe von eineinhalb Metern gemessen. "Da ist es noch richtig schön winterlich", sagte Oehmichen.

Bei Sonnenschein waren am Montag zudem die Bedingungen für Besucher deutlich besser. Bei blauem Himmel und Sonnenschein zog es zahlreiche Touristen und Wanderer auf den Gipfel, wie Brockenwirt Daniel Steinhoff berichtete. "Die Leute richten sich sehr nach der Wettervorhersage." Am Sonntag sei es zwar auch schön gewesen, aber weil die Prognose weniger gutes Wetter versprach, seien weniger Besucher gekommen. Am Samstag hatte der Brocken noch tief in den Wolken gesteckt. "Schnee will zu Ostern keiner mehr haben", sagte Steinhoff.

Auf den Straßen führte der Wintereinbruch zu mehreren Unfällen. Auf einer Landstraße in der Börde bei Bülstringen kam am Samstag eine 55 Jahre alte Frau ums Leben. Zwei Autos waren auf glatter Straße zusammengeprallt. Bei Neudamm in der Börde kippte ein mit Kartoffeln beladener Laster auf eisglatter Fahrbahn um. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Im Landkreis Harz zählte die Polizei zahlreiche Unfälle wegen Glätte. Mehrere Autos rutschten in den Straßengraben. Verletzt wurde niemand.

Im Laufe der Woche soll Oehmichen zufolge endlich der Frühling kommen. Bereits am Dienstag und Mittwoch könnten die Temperaturen auf 15 bis 20 Grad steigen. Nach einem kurzen Temperatureinbruch am Donnerstag und Freitag soll es am kommenden Wochenende wieder überall im Land warm und sonnig werden.